So richtig weihnachtlich ist Jürgen Gelsdorf, Coach von Rot-Weiss Essen wahrlich noch nicht zumute. Wie auch, vor dem Unterhaching-Match, das zum Jahreskehraus im dortigen Sportpark übelst mit 0:4 ein Schlag ins Wasser war, hatten die Verantwortlichen eigentlich das gesamte Programm gespielt, das für eine erfolgreiche Auswärtsfahrt notwendig war.

RWE- Übler Saisonstart, übler Winterpausen-Abgang

21. Dezember 2004, 13:18 Uhr

So richtig weihnachtlich ist Jürgen Gelsdorf, Coach von Rot-Weiss Essen wahrlich noch nicht zumute. Wie auch, vor dem Unterhaching-Match, das zum Jahreskehraus im dortigen Sportpark übelst mit 0:4 ein Schlag ins Wasser war, hatten die Verantwortlichen eigentlich das gesamte Programm gespielt, das für eine erfolgreiche Auswärtsfahrt notwendig war.

So richtig weihnachtlich ist Jürgen Gelsdorf, Coach von Rot-Weiss Essen wahrlich noch nicht zumute. Wie auch, vor dem Unterhaching-Match, das zum Jahreskehraus im dortigen Sportpark übelst mit 0:4 ein Schlag ins Wasser war, hatten die Verantwortlichen eigentlich das gesamte Programm gespielt, das für eine erfolgreiche Auswärtsfahrt notwendig war.

Frühe Anreise, aktive Vorbereitung vor Ort, Ansprache! Vergebens: Nach etwas mehr als einer Viertelstunde standen die Aktiven von RWE bereits nackt im Wind und froren vor sich hin. Genau wie jetzt auch über die gesamte Winterpause, die man als Tabellenschlusslicht der zweiten Bundesliga fristet und frostet. Und die Aussicht, sich ausgerechnet beim ersten Rückrundenmatch bei Erzgebirge Aue am Samstag, 22.Januar ab 13 Uhr aus der Ranglisten-Bedrouille zu bringen, ist auch nicht umbedingt erwärmend.

Etwas gut zu machen hat die Gelsdorf-Auswahl aber auf jeden Fall, schließlich ging das Hinspiel an der Hafenstraße auch ziemlich unanheimelnd mit 1:5 den Bach runter. Mit dem Essener Fußball-Lehrer kann man sich aber auch über negative Dinge unterhalten.

Jürgen Gelsdorf, aus der Distanz, musste die Haching-Schlappe wirklich sein?

Das war schon extrem, schade, wir haben die Spielzeit übel angefangen, das Jahr genau so übel abgeschlossen. Dabei hätte alles auch anders aussehen können. Mensch, wenn die Matches gegen Köln und Frankfurt jeweils nur eine Minute eher abgepfiffen worden wären...

Und das alles als Lazarettverwalter.

Eine unglaubliche Personalsituation. Das gibt es doch eigentlich gar nicht. Mit Peter Folgast, Silvio Pätz, Nascimento und Sidney wurden alle Neuzugänge verletzt.
Kürzlich kam Nachverpflichtung Francis Kioyo hinzu. Er hat voll eingeschlagen, die anderen Jungs konnten noch überhaupt nicht beweisen, dass sie echte Verstärkungen sind. Nur bei Ryan Thomson lagen wir eigentlich richtig daneben. Unser Faustpfand für die Restrunde wird sein, von den letzten sechs Matches vier Heimspiele zu haben.

"Linse" schlug sich in der Notsituation gut - oder?

Auf jeden Fall, dabei hatte er auf der Zielgeraden der Regionalliga kaum Praxis. Auch ein Ramazan Yildirim war bei uns in Liga zwei Stammspieler, eine Klasse tiefer galt er noch als erster Einwechselakteur. René Renno stand im Kasten, er war vorher der zweite Mann in der dritten Liga. Auch Philipp Haastrup spielte eine Etage tiefer nicht wirklich eine große Rolle.

Die Liste erstaunlicher Personalien lässt sich verlängern!

Klar, auch ein Silvio Pätz war begeistert über die Chance, nach dem Abstieg von Union Berlin bei uns die nächste Bewährungsmöglichkeit zu erhalten, auch Sandro Schwarz konnte uns nicht helfen.

Was sagen Sie Kritikern, die vorwerfen, beim Check der Leute vorab nicht richtig hingeschaut zu haben?

Unsere Mediziner haben getan, was sie konnten, wir leben doch nicht hinter dem Mond. Silvio hatte vorab noch nie was am Knie. Vorher hatten wir spekuliert, einen Tomas Kos zu holen...

...der jetzt ausgerechnet beim ersten 2005-Kontrahenten Aue Stammspieler ist...

wir wussten jedoch nicht, wie er einen langen Ausfall nach einem Bandscheibenvorfall weggesteckt hatte. Klar ist, es wird auch jetzt keine Risikoverpflichtungen...

...wie unzweifelhaft bei einem Hilko Ristau nach langer Verletzungspause im letzten Winter...

geben. Wenn so was schief geht, fragt uns doch jeder, ob wir dämlich sind.

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