Irgendwie verbissen! So schaute Erwin Koen, auch die beiden Tore beim Test gegen Steele und die nachfolgende Dusche ließen die Holländer nicht unbedingt frohlockend aus der Wäsche schauen.

RWE: Koen: "Natürlich der, Ansicht, dass ich spielen muss"

og
11. Oktober 2004, 14:40 Uhr

Irgendwie verbissen! So schaute Erwin Koen, auch die beiden Tore beim Test gegen Steele und die nachfolgende Dusche ließen die Holländer nicht unbedingt frohlockend aus der Wäsche schauen.

Irgendwie verbissen! So schaute Erwin Koen, auch die beiden Tore beim Test gegen Steele und die nachfolgende Dusche ließen die Holländer nicht unbedingt frohlockend aus der Wäsche schauen. "Das war in den letzten drei Jahren das erste Mal, dass ich mit hundertprozentiger Fitness auf der Bank saß", erinnert sich der 25-Jährige an seine Zuschauerrolle beim 4:4 gegen Frankfurt, "ich hatte Donnerstag zuvor voll trainiert, am Freitag-Morgen auch, das hat weh getan."
Unter der Woche gab es den internen Test mit der RWE-A-Jugend. Koen: "Das war ordentlich, gegen Steele erwartete ich schon eine ganze Halbzeit." Es wurden nur 25 Minuten. Koen: "Dabei hatte ich in den letzten beiden Meisterschafts-Matches ausgesetzt." Vor Frankfurt schon beim 2:3 in Burghausen mit Rückenproblemen. Koen sichtlich unzufrieden. "Was soll ich sagen?" Für Karlsruhe bleibt nur die Option, Coach Jürgen Gelsdorf durch überzeugende Trainingseindrücke zu belagern. Koen: "Ich dränge mich ständig auf." Der Mann säuert ganz schön vor sich hin. Ein Stimulus, noch mehr aus sich heraus zu kitzeln. Koen: "Ich bin natürlich der Ansicht, dass ich spielen muss." Alles andere wäre psychisch ungesund. Koen: "Der Coach scheint es zurzeit etwas anders zu sehen. Daran muss ich arbeiten."
Koen wie "Kahn-Titan": "Man muss immer weiter machen." Der Ex-Göttinger wehrt sich dagegen, immer an seiner letztsaisonalen Quote gemessen zu werden. "In meiner Rolle schießt man normalerweise etwa sechs Tore pro Spielzeit, im letzten Jahr hatte ich einen super Lauf." Es waren 18 Treffer. Koen achselzuckend: "Jeder hat wieder diese Erwartungen an mich." Logisch, daran wird sich nichts ändern. Koen dazu: "In der Regionalliga war meine Rolle ziemlich frei, jetzt muss ich weitaus mehr für das Team machen." Sein Fazit: "Dann passiert es schon einmal, dass man kein Tor macht."
Klar ist, der "fliegende Holländer" ist von Natur aus kein Miesepeter, dementsprechend zeigte er am Ende des Gesprächs schon wieder sein Augenzwinkern: "In Karlsruhe in der Startelf, dann kriegen wir das schon alles hin."

Autor: og

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