Der Wattenscheider Bezirksligist Rot-Weiß Leithe hat alles andere als einen Traumstart in die Saison hingelegt. Wir sprachen mit Trainer Uli Deutsch.

Rot-Weiß Leithe

"Einfach zu viele Schalke-Fans"

Michael Nickel
15. September 2010, 12:05 Uhr

Der Wattenscheider Bezirksligist Rot-Weiß Leithe hat alles andere als einen Traumstart in die Saison hingelegt. Wir sprachen mit Trainer Uli Deutsch.

Drei Punkte aus vier Spielen, dazu drei unglückliche Niederlagen in Folge: Rot-Weiß Leithe befindet sich schon zu Saisonbeginn in einer Krise. Dennoch schaut der Trainer optimistisch in die Zukunft.

Uli Deutsch, wie haben Sie die jüngste 3:5-Niederlage bei Herne-Süd verkraftet, nachdem Sie zwischenzeitlich dreimal ausgleichen konnten und trotzdem ohne Zählbares aus dem Spiel gehen mussten?

Das konnte noch nicht richtig aufgearbeitet werden. Wir sehen uns erst am Mittwoch zum ersten Mal wieder und werden analysieren, warum trotz eines insgesamt guten Spieles so viele Fehler passiert sind.

Drei Punkte aus vier Spielen und drei Niederlagen in Folge. Haben Sie mit so einem schwachen Start gerechnet?

Nein. Die bisherigen Ergebnisse sind deutlich schlechter als das, was wir ursprünglich erwartet hatten.

Die Niederlagen – vor allem gegen Arminia Bochum – waren unglücklich und knapp. Wie sehr glauben Sie an Klassenerhalt?

Ich verfüge über einen Kader, der unter normalen Umständen das Potenzial für einen einstelligen Tabellenplatz besitzt. Das werden wir in den nächsten Partien auch unter Beweis stellen. Bislang hatten wir mit vielen Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen, wodurch wir unsere gute Vorbereitung nicht in die laufende Saison übertragen konnten. Zudem kann ich für das Spiel gegen Neuruhrort auf die Rückkehr von Marvin Meißner, meinen Top-Torjäger, bauen.

Worin sehen Sie die Stärken und Schwächen des aktuellen Kaders? Was muss noch verbessert werden?

Unsere Stärken sind der jugendliche Drang und die technischen Fertigkeiten. Mit Braun und Scheuer verfüge ich zudem über erfahrene Spieler, die denken und lenken können. Unsere Schwäche ist dabei gleichzeitig unsere Stärke: der jugendliche Drang. Der führte bislang dazu, dass wir schon elf Gegentore hinnehmen mussten. Das sind fünf zu viel.

Wie gut haben sich bislang die Neuzugänge zurecht gefunden?

Die haben sich bislang alle gut integriert. Es sind nette Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, die zudem alle willig und bereit sind dazu zu lernen.

Was sind Ihre Erwartungen für das anstehende Derby gegen Neuruhrort?

Zuallererst bin ich froh, dass unser Spiel vor dem Schalke-Match stattfindet. Ich habe einfach zu viele Schalke-Fans in der Mannschaft, die dann alle Fehler der Profis kopieren, die sie am Samstag sehen. Unser Spiel gegen Neuruhrort ist dabei ähnlich brisant wie das große Derby, beide Mannschaften fangen bei null an. Und dann zeigen meine Jungs den Königsblauen wie gespielt wird. Insgesamt hoffe ich, dass wir einen Punkt in Leithe behalten können.

Autor: Michael Nickel

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