Während die Personal-Entscheidungen im Vorstand des MSV Duisburg noch immer auf sich warten lassen, macht Roland Kentsch weiter Nägel mit Köpfen.

MSV: Roland Kentsch

"Wir gehören zu den mittleren Zwölf"

06. September 2010, 15:01 Uhr

Während die Personal-Entscheidungen im Vorstand des MSV Duisburg noch immer auf sich warten lassen, macht Roland Kentsch weiter Nägel mit Köpfen.

Sein jüngster Coup ist, die Deutsche Post als Sponsor für Duisburg gewonnen zu haben. Die einjährige Liaison spült einen sechsstelligen Betrag in die klammen Kassen der Zebras. „Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg, den Verein wirtschaftlich auf gesunde Füße zu stellen“, berichtet der Geschäftsführer.

Nach den ersten Teilerfolgen mit dem Verkauf des Arena-Namens und der Lizenzerteilung arbeitet Kentsch weiter daran, die Auflagen der DFL zu erfüllen. „Bei einem Negativ-Kapital ist es normal, dass man in die Nachlizenzierung muss“, berichtet Kentsch. „Da wir beim Personal-Aufwand allerdings eine Punktlandung hingelegt haben, sehe ich im Winter keine Probleme mehr auf uns zukommen.“ Übersetzt: Das Budget, dass der Klub für den aktuellen Kader zur Verfügung hatte, ist eingehalten worden.

"Eine unheimlich reizvolle Aufgabe"

Der MSV setzt somit auf die Jugend, und die hat sich in den ersten drei Pflichtspielen artig für das entgegengebrachte Vertrauen bedankt. „Der Start war klasse“, lacht Kentsch: „Es ist besonders wichtig, dass wir die nächste Runde im DFB-Pokal erreicht und das wir nun sogar die Chance haben, noch weiter zu kommen“, reibt sich Kentsch angesichts der zu erwartenden Einnahmen bereits die Hände. „Das Geld aus diesem Wettbewerb hilft uns natürlich enorm, denn es sind zusätzliche Erträge, die wir bei der Lizenzvergabe nicht eingeplant haben.“

Seit einem halben Jahr ist er nun in Duisburg und sein Engagement beim MSV bereut der ehemalige Bielefelder nicht. „Es ist eine unheimlich reizvolle Aufgabe. Wir müssen zwar hart arbeiten, um erfolgreich zu sein, aber genau das ist ja auch die Herausforderung, die Spaß macht.“ Und der Funktionär sieht für die Weiß-Blauen eine durchaus gute Zukunft. „Wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir auch wieder in der ersten Liga sein. Wir gehören schließlich zu den mittleren Zwölf der 36 Bundesligisten.“ Gemeint: Zockt der MSV oben, gehört Duisburg zu den unteren zwölf Kandidaten, kicken die Zebras in der zweiten Liga, stehen sie unter den ersten zwölf Teams. Kentsch grinst: „Mal schauen, wann wir unten mitmischen.“

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