Am 31. Spieltag der 2. Bundesliga unterlag Aufstiegsaspirant Energie Cottbus mit 2:4 beim MSV Duisburg. Verfolger Rot-Weiß Oberhausen holte bei Union Berlin lediglich ein 2:2 und konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen.

In Duisburg für Cottbus nichts zu holen

02. Mai 2004, 17:41 Uhr

Am 31. Spieltag der 2. Bundesliga unterlag Aufstiegsaspirant Energie Cottbus mit 2:4 beim MSV Duisburg. Verfolger Rot-Weiß Oberhausen holte bei Union Berlin lediglich ein 2:2 und konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen.

Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga ist nach dem erneuten Fehltritt von Energie Cottbus wieder spannend. Die Lausitzer verloren am 31. Spieltag beim MSV Duisburg mit 2:4 (0:1) und liegen nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Partien als Dritter mit 50 Punkten lediglich noch einen Zähler vor Alemannia Aachen. Der Pokalfinalist, der mit einem 2:1 am Freitagabend den vierten Abstieg des VfL Osnabrück nach 1984, 1993 und 2001 besiegelt hatte, kann nun wieder auf die erste Rückkehr in die Bundesliga seit 1970 träumen.

Das Schlagerspiel zwischen dem Tabellenzweiten Arminia Bielefeld (52) und dem Spitzenreiter 1. FC Nürnberg (55) findet am Montag (20.15 Uhr/live im DSF) statt. Die Bielefelder würden sich mit drei weiteren Zählern in eine überaus komfortable Ausgangsposition bringen. Der "Club" kann im Falle eines Sieges schon für die erste Liga planen. Bei dann neun Punkten Vorsprung und dem klar besseren Torverhältnis gegenüber Aachen (49) auf Rang vier wäre ein Scheitern nur noch theoretisch möglich.

Van Houdt bringt die "Zebras" nach vorn

Cottbus geriet vor 9854 Zuschauern in der halbfertigen MSV-Arena frühzeitig auf die Verliererstraße. Peter van Houdt traf in seinem ersten Spiel für die Duisburger von Beginn an bereits in der 4. Minute. Für die weiteren Gastgeber-Tore sorgten Markus Kurth (49.), Alexander Bugera in der 57. Minute per Foulelfmeter und Abdelaziz Ahanfouf (76.).

Laurentiu Reghecampf mit einem sehenswerten Freistoßtreffer in der 72. Minute und Robert Vagner in der 82. Minute gelang nur Ergebniskosmetik. Für MSV-Coach Norbert Meier war der Erfolg Balsam für die Seele. Vor dem Anpfiff hatten die Duisburger Fans mit "Meier raus!"-Rufen ihren Unmut geäußert.

Simioni rettet RWO einen Zähler

Rot-Weiß Oberhausen, am nächsten Spieltag Gastgeber für Aachen, konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen. Nach dem 2:2 bei Union Berlin hat RWO wie der FSV Mainz 05 (4:1 am Freitag in Lübeck) dennoch nur drei Zähler Rückstand auf Cottbus.

Oberhausen entriss dabei seinem früheren Trainer Aleksandar Ristic in letzter Minute noch einen schon sicher geglaubten Sieg: Leandro Simioni traf per Kopf. Für Union Berlin, das zweimal führte, beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer nun schon sechs Punkte.

Einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machte die SpVgg Greuter Fürth mit einem 5:1 gegen Erzgebirge Aue. Das Team von Trainer Benno Möhlmann setzte sich hochverdient durch und landete im Playmobil-Stadion den dritten Sieg in Folge. Für Aue riss zwar eine Serie mit acht Spielen ohne Pleite, doch auch der Liganeuling hat den Klassenerhalt vor Augen. Eintracht Trier (3:0 gegen Ahlen am Freitag) ist ebenfalls kaum noch in Gefahr.

Wacker feiert wichtigen Auswärtssieg

Wacker Burghausen konnte immerhin einen Abstiegsplatz verlassen. Der Vorjahresaufsteiger siegte bei der SpVgg Unterhaching nach sehenswerten Treffern von Daniel Rosin (54.) und Youssef Mokhtari (81.) sowie dem Hachinger Ivica Majstorovic (86.) mit 2:1 (0:0). Jahn Regensburg und der Karlsruher SC konnten sich mit einem leistungsgerechten 1:1 nicht entscheidend von der Abstiegszone lösen.

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