In der letzten Saison wurde dem SV Hilbeck die dünne Personaldecke zum Verhängnis und ein Acht-Punkte-Polster verspielt. Das soll sich nicht wiederholen.

SV Hilbeck

Fast-Aufsteiger breiter aufgestellt

Christian Müller
04. August 2010, 09:17 Uhr

In der letzten Saison wurde dem SV Hilbeck die dünne Personaldecke zum Verhängnis und ein Acht-Punkte-Polster verspielt. Das soll sich nicht wiederholen.

In der Endphase der abgelaufenen Spielzeit gab der Bezirksligist die komfortable Ausgangssituation noch aus der Hand. Hilbecks Trainer Michael Bremser betrachtet die Lage in der Rückschau aber nicht allzu verbissen: „Die Hoffnung, aufzusteigen, ist bei uns erst während der Saison gewachsen. Aber es war jedem klar, dass nicht viel passieren darf, wenn wir uns durchsetzen wollen.“

Eine Maßgabe, die sich nicht erfüllte, denn in der stressigen Schlussphase der Saison mit vielen englischen Wochen fand sich plötzlich die Hälfte des nur 16 Spieler umfassenden Kaders im Krankenlager wieder. „Wir waren eigentlich stark genug, das haben die Spiele gezeigt. Aber wenn die Jungs nicht regenerieren können, kann das nicht klappen“, stellt Bremser fest.

Besonderes Augenmerk auf die Quantität

Von daher achteten die Hilbecker Verantwortlichen bei der Kaderplanung für das neue Spieljahr darauf, den Kader quantitativ breiter aufzustellen, wie der Coach bestätigt: „Wir haben jetzt 24 Mann zusammen.“ So wurde mit Malte Schulze-Happe vom TuS Eving Lindenhorst ein neuer Keeper verpflichtet, nachdem zuvor oft der 43-jährige Torwarttrainer Werner Kaiser ausgeholfen hatte.

Außerdem sicherte sich der SVH die Dienste der Brüder Christian und Steffen Eschmann sowie Andreas Kauke (alle RW Westönnen), Tim Borghardt (SV Welver), Markus Dollenkamp (Westfalia Rhynern II), Simon Dirill (Preußen Werl) und Gzim Alijaj (Türk Gücü Werl).

Bremser erwartet starke Konkurrenz im Aufstiegskampf

Trotz des nur knapp verpassten Aufstieges sieht der Übungsleiter seine Elf nicht als Favorit für die neue Saison: „Wir werden versuchen, wieder in diesen Bereich vorzustoßen. Aber ob es reicht, hängt davon ab, wie stark die anderen sind.“ Als stärkste Konkurrenten hat Bremser den Landesliga-Absteiger aus Telgte sowie die Teams auf der Rechnung, die auch im letzten Jahr vorne mitmischten.

Vor dem Bezirksliga-Auftakt wartet indes noch ein besonderes Highlight auf die Hilbecker, denn am 11. August um 19:30 trifft der Klub im DFB-Pokal auf Landesebene auf den Regionalligisten Preußen Münster. Trainer Bremser findet, dass die Partie zu einem guten Zeitpunkt kommt: „Da kann man schon einmal antesten, wie weit man selbst ist.“

Autor: Christian Müller

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