Fans der Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund werden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für ihr Engagement gegen Rassismus mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet.

Schalker und Dortmunder teilen Julius-Hirsch-Preis

15. Januar 2007, 14:44 Uhr

Fans der Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund werden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für ihr Engagement gegen Rassismus mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet.

Fans der Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund werden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für ihr Engagement gegen Rassismus mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet. Der Gelsenkirchener Verein `dem ball is´ egal wer ihn tritt´ und das Dortmunder Fanprojekt erhalten die Auszeichnung gleichermaßen. Die Preisträger hatten die Jury unter anderem mit ihren Initiativen im Rahmen des Fanprogramms zur WM 2006 überzeugt. `Das ist eine kluge Entscheidung. Die Arbeit dieser beiden Initiativen steht beispielhaft dafür, was der Fußball für die Gesellschaft leisten kann. Die Auszeichnung der Projekte in Gelsenkirchen und Dortmund steht stellvertretend für die Anerkennung dieses Engagements´, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. Der Verein aus Gelsenkirchen organisierte während der WM Straßenfußball-Turniere unter antirassistischer Flagge und produzierte für den Einsatz an Schulen und in Bildungseinrichtungen eine CD-Rom zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Fußball.

An der DFB-Aktion `Zeig dem Rassismus die Rote Karte´ beteiligte sich der Verein maßgeblich. Das Dortmunder Fanprojekt organisierte während der WM unter dem Motto `Kick racism out´ - `Schmeiß Rassismus ´raus´ - eine Reihe von Maßnahmen. Der DFB würdigte zudem die Arbeit des BVB-Lernzentrums, das nach englischem Vorbild in den Räumen des Fanprojektes benachteiligte Jugendliche fördert, die oft aus Migrantenfamilien stammen. Der zum zweiten Mal verliehene Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und erinnert an den in Auschwitz ermordeten deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 bis 1943). Laut DFB zeichnet er den Einsatz für Toleranz und Menschenwürde, gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aus. Vorsitzender der Jury ist der frühere Bundesinnenminister Otto Schily. Im vergangenen Jahr war Bayern München mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden.

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