Der Hamburger SV hat seine Bemühungen um Frank Rost intensiviert. Sportchef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, Kontakt zu Andreas Müller aufgenommen zu haben.

FC SCHALKE - Rosts Wechsel nach Hamburg nur noch Frage von Tagen

hb
31. Dezember 2006, 10:42 Uhr

Der Hamburger SV hat seine Bemühungen um Frank Rost intensiviert. Sportchef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, Kontakt zu Andreas Müller aufgenommen zu haben. "Wir haben noch kein Angebot gemacht, aber unser Interesse angemeldet", nickt Beiersdorfer.

Der Hamburger SV hat seine Bemühungen um Frank Rost intensiviert. Sportchef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, Kontakt zu Andreas Müller aufgenommen zu haben. "Wir haben noch kein Angebot gemacht, aber unser Interesse angemeldet", nickt Beiersdorfer.

Für den auf Schalke ausgebooteten Keeper wären die Hanseaten offenbar bereit, tief in die Tasche zu greifen. Denn für den vertraglich bis 2009 an die Königsblauen gebundenen Rost wäre eine Ablösesumme fällig. Außerdem gilt der 33-Jährige als einer der Besserverdienenden im S04-Kader, Hamburg müsste sich beim Gehalt an dem orientieren, was Rost in Gelsenkirchen erhält. Spekulationen zufolge könnten für die beiden Posten rund neun Millionen Euro zusammenkommen.

Rost soll an der Elbe die Nachfolge der wechselweise eingesetzten Sascha Kirschstein und Stefan Wächter antreten. Beide Schlussleute konnten nicht überzeugen und waren mit ein Grund dafür, warum der Champions League-Teilnehmer in den Tabellenkeller der Bundesliga abrutschte.

Andy Müller befindet sich derzeit im Ski-Urlaub und ist daher schwer zu erreichen. Dass er auch in den vermeintlich ruhigen Tagen über den Jahreswechsel aus der ferne die Geschicke des Vereins lenken muss, ist der 44-Jährige aus dem letzten Jahr gewohnt. Da suchte Schalke gerade einen neuen Coach, nachdem sich Ralf Rangnick mit seiner Ehrenrunde vor dem Mainz-Match selbst aus Gelsenkirchen verabschiedet hatte. Nach Müllers Rückkehr aus den Ferien erfolgte die seinerzeit völlig überraschende Beförderung Mirko Slomkas vom Co- zum Cheftrainer. Eine Konstellation, die zum Trainingsauftakt am 4. Januar sein Einjähriges feiert und, zumindest in der Bundesliga, erfolgreich passt.

Sollte Rost den Club seines Herzens verlassen - und danach sieht es momentan trotz der Lippen-Bekenntnisse von vor einer Woche aus, als Spieler und sein Berater René C. Jäggi vom Verbleib auf Schalke ausgingen - muss Müller auf die Schnelle einen Reserve-Torhüter finden. Im Nachwuchs tummeln sich zwar die Talente, doch selbst die neue Nummer eins Manuel Neuer hat in der Bundesliga noch wenig Erfahrung und international so gut wie keine. Mit Blick auf die mögliche Teilnahme an der Champions League auf Dennis Lamczyk, bisher in der Oberliga-Truppe von Mike Büskens im Einsatz, sowie den in der A-Jugend aktiven U19-Nationalkeeper Ralf Fährmann zu vertrauen, scheint ein wenig fahrlässig.

Ein paar Tage Zeit bleibt noch, denn Rost wird erst im neuen Jahr gehen - wenn er es denn tut. "Das Interesse aus Hamburg ist da, die beiden Vereine verhandeln miteinander", teilte Jäggi auf RS-Anfrage mit. "Aber wir rutschen erst einmal gemeinsam ins neue Jahr, dann sehen wir weiter!"

Autor: hb

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