Durch den ersten Dreierpack des Frankfurters Naohiro Takahara befindet sich Aufsteiger Alemannia Aachen in der Fußball-Bundesliga weiter im freien Fall.

3:2! Takahara beschleunigt Aachens freien Fall

03. Dezember 2006, 18:56 Uhr

Durch den ersten Dreierpack des Frankfurters Naohiro Takahara befindet sich Aufsteiger Alemannia Aachen in der Fußball-Bundesliga weiter im freien Fall.

Durch den ersten Dreierpack des Frankfurters Naohiro Takahara befindet sich Aufsteiger Alemannia Aachen in der Fußball-Bundesliga weiter im freien Fall. Die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck kassierte gegen die Eintracht eine verdiente 2:3 (1:2)-Niederlage und hat nach dem achten Spiel in Folge ohne Sieg nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Dagegen beendeten die Hessen ihre Negativserie von drei Spielen ohne Erfolg und setzten sich durch den zweiten Auswärtssieg der Saison um sechs Zähler vom Tabellen-16. Borussia Mönchengladbach ab. Matchwinner der Frankfurter war der überragende Takahara mit seinen Toren in der 14., 43. und 61. Minute. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Aachens Nationalspieler Jan Schlaudraff gesorgt (32.), den 2:3-Anschlusstreffer erzielte Christian Fiel (81.). Sowohl Schlaudraff als auch Takahara haben nun sechs Saisontore auf ihren Konten.

Vor 20.800 Zuschauern auf dem ausverkauften Tivoli waren die Gäste bei Dauerregen und starkem Wind von Beginn an das klar bessere Team. Obwohl sie drei Tage zuvor noch im UEFA-Cup gegen Newcastle United (0:0) angetreten waren, diktierten die Hessen von Beginn an das Spiel. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel fehlte dabei in Ioannis Amanatidis (doppelter Bänderriss) ebenso eine wichtige Offensivkraft wie seinem Gegenüber Frontzeck in Sascha Rösler (Mittelfußbruch). Die Eintracht kompensierte dies jedoch nicht nur dank des überragenden Takaharas deutlich besser, sie wirkte im gesamten Spiel nach vorne wesentlich frischer und ideenreicher. Zudem stand die Abwehr der Gäste sehr sicher. Junioren-Nationalspieler Patrick Ochs gab gegen Schlaudraff einen `Manndecker alter Schule´ und folgte dem Nationalstürmer auf Schritt und Tritt. Beim Treffer von Schlaudraff war Ochs schuldlos, da Aachens bester Torschütze nach einer starken Parade von Markus Pröll im Eintracht-Tor den Ball aus einem Meter nur über die Linie drücken brauchte. Dies war neben einem Schuss von Reiner Plaßhenrich, den in Marius Ebbers ausgerechnet ein eigener Mitspieler abblockte (23.), die einzige gefährliche Aktion der Gastgeber im ersten Durchgang.

Die Eintracht hatte dagegen reihenweise gute Chancen und führte verdient durch zwei Takahara-Treffer, beide Male auf Vorlage von Alexander Meier. Nach dem Wechsel wurde die ohnehin schwache Partie noch hektischer und zerfahrener. Zunächst sah Aachens Sascha Dum nur acht Minuten nach seiner Einwechslung die fünfte Gelbe Karte und muss damit im Auswärtsspiel nächste Woche beim VfL Wolfsburg pausieren. Nach Takaharas drittem Strich sorgte dann FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) mit zwei krassen Fehlentscheidungen für Aufsehen. Zunächst erkannte er nicht, dass Aachens Keeper Kristian Nicht bei einem Kopfball von Meier den Ball erst hinter der Linie fing (63.). Acht Minuten später verweigerte Meyer den Gastgebern nach einem Handspiel von Ochs im Strafraum einen berechtigten Strafstoß.

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