Und wieder einmal heißt es „Matchball Oberhausen“. Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Energie Cottbus waren sich alle sicher – das war der Klassenerhalt!

RWO: Volle Derby-Hütte

Sasic steht auf Schmidtgal

Christian Brausch
29. April 2010, 11:27 Uhr

Und wieder einmal heißt es „Matchball Oberhausen“. Nach dem 4:1-Heimsieg gegen Energie Cottbus waren sich alle sicher – das war der Klassenerhalt!

Aber durch die Ergebnisse vom letzten Wochenende steht fest: RWO muss noch einen Zähler einfahren, um wirklich auf der sicheren Seite zu stehen. Und das, obwohl man schon 41 Punkte im Sack hat. Kapitän Benjamin Reichert betont: „Eigentlich ist man mit 40 Zählern durch, jetzt leider noch nicht. Aber wir hatten zuletzt einen guten Lauf, daher werden wir es sicher packen.“

Und das sieht auch Coach Hans-Günter Bruns so, der sich festlegt: „Vier der letzten sechs Partien haben wir gewonnen. Daher werden wir auch alles selber regeln.“ Wobei Bruns auch weiterhin glaubt, dass nicht Frankfurt und Rostock beide ihre ausstehenden Begegnungen gewinnen. Und das ist die Voraussetzung dafür, dass RWO noch einen Punkt benötigt.
Den nötigen Rückenwind für die 90 Minuten am Sonntag soll ein vollbesetztes Stadion Niederrhein bescheren. Denn Bruns ist sich sicher: „Ich gehe davon aus, dass das Stadion ausverkauft sein wird. Auf jeden Fall werden wir den Saisonrekord brechen. Der liegt bei 12.615 Besuchern gegen den MSV. Und da die Fortuna einen großen Anhang im Gepäck hat und die Sitzplätze schon komplett vergriffen sind, scheint eine Kulisse von rund 17.000 Zuschauern nicht unmöglich.“

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/513-7812_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
Eine zusätzliche Stimulanz, die die Kleeblätter gut gebrauchen können, denn Bruns erklärt: „Meine Mannschaft läuft auf Reserve. Aber die Jungs wollen noch einmal alles aus sich herausholen um mindestens den einen Punkt zu erreichen.“ Mit welcher Formation der Coach das anstellen will, steht noch nicht fest. Nur soviel: „Ich habe 13 Mann für elf Plätze im Kopf.“ Einer davon ist Kapitän Benny Reichert. Bruns: „Für 70 Minuten hat er wohl Luft, aber ich weiß noch nicht, ob ich ihn von Beginn an bringe.“

Auf jeden Fall haben die Oberhausener noch etwas aus dem Hinspiel gut zu machen, als man in Düsseldorf völlig chancenlos war. Bruns: „Die Fortuna war in den letzten Jahren nicht unserer Lieblingsgegner. Aber wir wollen vor vollem Haus einen tollen Saisonabschluss vor den eigenen Fans schaffen.“ Denn schließlich möchten die Verantwortlichen gerne Planungssicherheit haben, um bei den ersten Personalien Nägel mit Köpfen zu machen. Zum Beispiel bei Mario Klinger (Kaiserslautern).

Bruns berichtet: „Die Gespräche laufen noch, aber den würde ich gerne haben.“ Und wenn der Klassenerhalt durch ist, wird der Deal auch über die Bühne gehen. Und wenn Klinger kommt, wird er auch auf Heinrich Schmidtgal treffen. Obwohl der bei Duisburgs Coach Milan Sasic hoch im Kurs steht. Der gibt zu: „Ein sehr guter Mann, der aber leider noch einen Vertrag hat.“

Daher kann sich der MSV diesen Transfer abschminken, da eine mögliche sechsstellige Ablösesumme für die Zebras nicht zu stemmen wäre. Anders ist der Fall Moritz Stoppelkamp gelagert, den sich Sasic auch genauer angeschaut haben soll. Allerdings kann Sasic auch hier nicht mit einem Ja rechnen, denn Stoppelkamp würde wohl nur ins Grübeln kommen, wenn Angebote von eventuellen Absteigern wie Freiburg, Hannover, Hertha oder Nürnberg ins Haus flattern würden.

Sollte das nicht der Fall sein, stehen die Chancen gut, dass er sich für den Verbleib bei RWO entscheidet. Denn er hat stets betont, dass er ganz genau wisse, was er dem Verein zu verdanken habe.

Autor: Christian Brausch

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