Erst löste er den Abgang von Peter 
Neururer bei Hannover 96 aus, jetzt soll Dieter Hecking sein 
Nachfolger werden.

Hannover: Was wird da ausgeheckt?

06. September 2006, 15:37 Uhr

Erst löste er den Abgang von Peter
Neururer bei Hannover 96 aus, jetzt soll Dieter Hecking sein
Nachfolger werden.

Der niedersächsische Fußball-Bundesligist buhlt
kräftig um die Dienste des Trainers von Alemannia Aachen, der mit
dem 3:0-Sieg vor knapp zwei Wochen die Krise bei den `Roten´
verschärfte und seinen Kollegen indirekt um den Job brachte.
`Es gab Signale von beiden Seiten. Wir haben uns am Dienstag
an Aachen gewandt. Dort hat man unser Interesse zur Kenntnis
genommen. Nun muss man abwarten, wie sich die Alemannia äußern
wird´, bestätigte 96-Boss Martin Kind dem Sport-Informations-Dienst
(sid) und fügte hinzu: `Ich denke aber, dass es für uns schwierig
wird.´ Weil Hecking beim Aufsteiger noch bis zum 30. Juni 2009
unter Vertrag steht, müsste der Wunschkandidat wohl aus seinem
Kontrakt herausgekauft werden.

Die Aachener teilten derweil am Mittwochnachmittag mit, ihren
Coach halten zu wollen. Gleichzeitig signalisierten sie jedoch auch
Verhandlungsbereitschaft, da Hecking in einem Gespräch mit den
leitenden Vereinsgremien und Sportdirektor Jörg Schmadtke seine
Wechselwilligkeit aus `ausschließlich privaten Gründen´ angedeutet
hatte. Schmadtke wurde daraufhin gebeten, mit Hannover Kontakt
aufzunehmen.

Hecking war in seiner aktiven Karriere von 1996 bis 1999 für
Hannover aufgelaufen und hatte schon in der Vergangenheit stets
sein Interesse an einer Rückkehr an die Leine als Trainer geäußert,
wenn der Zeitpunkt passe. Zudem lebt Heckings Familie im nur rund
30 Kilometer von Hannover entfernten Bad Nenndorf.
`Dieter Hecking ist ein interessanter Mann. Seine Familie
wohnt im Umfeld von Hannover, und er bringt eine hohe Emotionalität
für den Verein mit. Zudem hat er als Trainer eine gute
Erfolgsstory´, meinte Kind, dessen Klub den 41-Jährigen schon nach
den Entlassungen der Coaches Ralf Rangnick und Ewald Lienen auf der
Kandidatenliste hatte. Über die Bereitschaft Hannovers, tatsächlich
eine Ablösesumme an die Aachener zu zahlen, wollte der Vereinschef
keine Angaben machen.

Sollte eine Verpflichtung des Wunschkandidaten nicht
realisiert werden können, gelten weiterhin Ex-Nationalspieler Bruno
Labbadia und der vor der Saison beim Zweitligisten SC Paderborn
zurückgetretenene Jos Luhukay als mögliche Neururer-Nachfolger

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