Bayerns Ottl fürchtet nicht einmal van Bommel

01. September 2006, 11:24 Uhr

Er schoss das Tor zum deutschen Meistertitel, eroberte sich einen Stammplatz - und nun fürchtet Andreas Ottl bei Fußball-Rekordmeister Bayern München noch nicht einmal die neue Konkurrenz von Stareinkauf Mark van Bommel.

Er schoss das Tor zum deutschen Meistertitel, eroberte sich einen Stammplatz - und nun fürchtet Andreas Ottl bei Fußball-Rekordmeister Bayern München noch nicht einmal die neue Konkurrenz von Stareinkauf Mark van Bommel. `Für mich ändert sich dadurch überhaupt nichts´, sagt der 21-Jährige, der mit der U21 am Freitag in Lurgan gegen Nordirland zum ersten EM-Qualifikationsspiel antrat: `Jetzt läuft eh erst mal eine dreiwöchige Bundesliga-Pause, und danach schauen wir, wie es aussieht.´ Der Mittelfeldspieler war von Bayern-Trainer Felix Magath schon schnell zum `Gewinner der Vorbereitung´ ausgerufen worden. Und so überschrieb ihm der Coach durch einen Systemwechsel mit zwei `Sechsern´ den Platz im Team, der durch den Abgang von Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack zum FC Chelsea frei geworden war.
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Und er gab dem Youngster nach starken Auftritten `nur einen Rat´ mit auf den Weg: `Weiter so!´ Dass die Bayern nun Owen Hagreaves um keinen Preis an Manchester United abgeben wollten und van Bommel aus Barcelona verpflichteten, beunruhigt den gebürtigen Münchner denn auch nicht sonderlich. `Das ist nunmal der FC Bayern´, meint er gelassen: `Da ist es normal, dass sich die Situation immer mal wieder ändert und ständig neue Konkurrenz dazukommt. Damit muss man leben, wenn man bei diesem großen Klub spielen darf.´ In der letzten Saison durfte er schon mal reinschnuppern, der Fachwelt wurde er jedoch erst zum Begriff, als er am 33. Spieltag das Tor zum 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern schoss, das den Bayern endgültig den 19. Meistertitel sicherte. Danach war Ottl plötzlich in aller Munde, doch statt abzuheben oder eingeschüchtert zu sein, sah er nun eine große Chance, die er entschlossen anpackte.

`Ich dachte, jetzt muss ich mal in der Vorbereitung ein Zeichen setzen´, erzählt er: `Dass es so gut klappt und ich gleich zum Saisonbeginn in der Stammformation stehe, konnte ich natürlich nicht erwarten.´ Für U21-Coach Dieter Eilts ist das jedoch alles andere als verwunderlich. `Diese Entwicklung überrascht mich nicht´, sagt der Europameister von 1996: `Andreas hat durch das Jahr bei den Profis einen Schritt nach vorne gemacht. Das ist für mich eine ganz normale Weiterentwicklung.´ Und so schätzt auch Eilts, der Ottl für die U21-EM im Mai in Portugal noch nicht nominiert hatte, den Wert des 21-Jährigen. `Er ist ein sehr, sehr ruhiger, oft unauffälliger Spieler´, berichtet der Ex-Profi: `Er ist ballsicher und zweikampfstark. Und vor allem kann er ein Spiel sehr gut lesen.´ Und sich damit vielleicht im Gerangel um die Plätze im Mittelfeld der Bayern weiter behaupten.

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