Nach dem 2:1-Erfolg in der Bundesliga gegen Hannover peilt Hoffenheim nun das Halbfinale im DFB-Pokal an. Doch auch Gegner Bremen befindet sich im Aufwind.

Bremen und Hoffenheim

Traum von Berlin

sid
09. Februar 2010, 09:14 Uhr

Nach dem 2:1-Erfolg in der Bundesliga gegen Hannover peilt Hoffenheim nun das Halbfinale im DFB-Pokal an. Doch auch Gegner Bremen befindet sich im Aufwind.

Beide waren am Boden, jetzt sind sie wieder obenauf. Den Schwung aus den 2:1-Heimspielerfolgen in der Bundesliga nach jeweils sieben Spielen ohne Sieg wollen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim in den DFB-Pokal mitnehmen. "Wir fahren dahin, um zu gewinnen", sagt Hoffenheims Kapitän Sejad Salihovic vor dem einzigen Bundesliga-Duell des Viertelfinales am heutigen Dienstag (20.30 Uhr/live bei Sky und in der ARD). Bremens Nationalspieler Marko Marin hält dagegen: "Wenn wir noch eine Schippe drauflegen, werden wir auch gegen Hoffenheim gut aussehen."

Die Norddeutschen könnten davon profitieren, dass die Gäste stark ersatzgeschwächt in die Hansestadt kommen müssen. Nationalspieler Andreas Beck (Innenbandriss im Knie) und Stürmer Chinedu Obasi (Kapselverletzung) fallen ebenso definitiv aus wie Torjäger Demba Ba (Muskelfaserriss). Fragezeichen stehen hinter dem Mitwirken von Abwehrchef Josip Simunic (Wadenzerrung), Innenverteidiger Marvin Compper (Sprunggelenkprobleme) und Torhüter Timo Hildebrand (muskuläre Probleme).

Die Bremer kommen dagegen um einen im wahrsten Sinne des Wortes personellen "Nackenschlag" wohl herum. Nach der grün-weißen Werder-Nacht zum 111. Geburtstag des Traditionsklubs hatte sich Claudio Pizarro mit Nackenproblemen abgemeldet, am Montag absolvierte der Torjäger aber wieder beschwerdefrei das Abschlusstraining. Der Peruaner hatte mit seinem entscheidenden Treffer beim Dreier gegen Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin am Freitag die Misserfolgsserie der Norddeutschen beendet.

Für beide Teams ist der nationale Pokal nach den sportlichen Problemen in der Liga derzeit die beste Option, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Werder-Kapitän Torsten Frings sieht darin auch die Chance, den leichten Aufwärtstrend zu bestätigen: "Hertha war nur ein erster kleiner Schritt aus der Krise."

Eine ganz persönliche Malaise möchte Vedad Ibisebic in Bremen hinter sich lassen. Seit mehr als zehn Stunden Spielzeit wartet der Bosnier auf einen Torerfolg. Ibisevic: "Von mir aus kann es in Bremen mit dem Toreschießen losgehen. Aber Werder ist der Favorit."

Autor: sid

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