Der Dortmunder B-Kreisligist Sila Spor schreibt derzeit alles andere als positive Schlagzeilen. Bei der Hallenstadtmeisterschaft waren einige Sila-Spieler in eine Schlägerei verwickelt. Unabhängig von diesem Vorfall teilte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) nun mit, den Verein aus der Dortmunder Nordstadt mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb auszuschließen.

Dortmund: Fußballverband schließt B-Ligist Sila Spor aus

Sila Spor glaubt noch an Gnade

Felix Guth
19. Januar 2007, 14:22 Uhr

Der Dortmunder B-Kreisligist Sila Spor schreibt derzeit alles andere als positive Schlagzeilen. Bei der Hallenstadtmeisterschaft waren einige Sila-Spieler in eine Schlägerei verwickelt. Unabhängig von diesem Vorfall teilte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) nun mit, den Verein aus der Dortmunder Nordstadt mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb auszuschließen.

"Das hat mit dem Vorfall in der Halle nichts zu tun", sagt Jürgen Grondziewski, Vorsitzender des zuständigen Fußballkreises Dortmund. Grund für den Ausschluss seien vielmehr formale Versäumnisse. Konkret fehlte der so genannte "Körperschaftsfreistellungsbescheid", mit dem ein Sportverein seine Gemeinnützigkeit nachweist.

Im Sommer 2005 wurde der Verein in den FLVW aufgenommen. Schon damals fehlte neben dem genannten Bescheid auch ein Eintrag ins Amtsregister. Dies holte der Verein im November nach. "Über die Fristen wusste Sila Spor genau Bescheid", sagt Grondziewksi. Erol Seker, Geschäftsführer des B-Ligisten, sieht den alten Vorstand in der Verantwortung. "Da wurden Fehler gemacht. Briefe sind nicht weitergeleitet worden", sagt er. Nach aktuellem Stand steht der junge Klub nun vor dem Aus. "Wer nicht im Verband ist, kann auch nicht am Spielbetrieb teilnehmen", sagt Jürgen Grondziewski. Alle Spiele des aktuellen Tabellensechsten würden in diesem Falle anulliert.

Erol Seker betrachtet die Situation unterdessen entspannt. Die Gemeinnützigkeit werde man in Kürze nachweisen, versichert er. Am 29. Januar stehe ein Treffen mit der zuständigen Sachbearbeiterin an. "Man hat mir bereits versichert, dass man die Mitgliedschaft dann wieder neu beleben könnte. Wir werden alles dafür tun, dass wir weiter am Ligabetrieb teilnehmen" Kreis-Boss Grondziewski kann sich eine "Begnadigung" hingegen nicht vorstellen. "Wenn wir eine Satzung haben und Fristen festlegen, dann muss man sich auch daran halten."

Für den Umgang mit den Vorfällen bei der Stadtmeisterschaftsvorrunde in der Halle Nette hat die Entscheidung des FLVW direkte Folgen. "Derzeit sind die betroffenen Spieler vereinslos und können deshalb sportgerichtlich nicht belangt werden", sagt Jürgen Grondziewski. Sollte Sila Spor jedoch wieder in den FLVW aufgenommen werden oder die Spieler zu einem anderen Verein wechseln, könnte das Verfahren der Spruchkammer wieder aufgenommen werden.

Erol Seker betrachtet die Auseinandersetzung zweier Spieler mit Zuschauern in Nette ohnehin als Bagatelle. "Alle wollten doch nur ihre Schlagzeilen haben. Deshalb wurde vieles übertrieben, damit es Schlagzeilen gibt."

Autor: Felix Guth

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