MSV: Lottner verrät nichts - und doch

tt
16. April 2006, 20:01 Uhr

Gegen Hamburg erhielt Dirk Lottner kein grünes Start-Licht von Beginn an, kam dann aber in der Endphase, um doch noch entscheidende Impulse zu setzen. Vergeblich.

Gegen Hamburg erhielt Dirk Lottner kein grünes Start-Licht von Beginn an, kam dann aber in der Endphase, um doch noch entscheidende Impulse zu setzen. Vergeblich. Zwei, drei gefährliche Hereingaben, ein abgeblockter Torschuss - mehr war nicht drin. Die zuvor ruhenden Bälle vergaben Markus Anfang und der bei Standards unkonzentriert agierende Mihai Tararache. "Eigentlich", nickt Lottner, "wären das Szenen gewesen, die mir liegen. Doch das kannst du vorher nicht absehen."
Umso deutlicher zeichnet sich das Zukunfts-Bild des MSV und das von Dirk Lottner ab. "Ich habe für mich persönlich schon eine Entscheidung getroffen", verrät der Regisseur. Und verrät irgendwie doch nichts: "Ich sage erst nach dieser Saison etwas Genaueres." Wer zwischen den Zeilen liest, der kommt zu dem Schluss, dass "Lotte" die Meidericher nach zwei Spielzeiten verlässt. Kürzlich wählte er den Begriff "Tapetenwechsel", genau den dürfte er bald vollziehen. Für Duisburg selbst geht es zurück in alte, ungeliebte Umgebung. Burghausen, Aue und Rostock rufen. Unbehagliche Auswärts-Trips. "Wir haben in der ganzen Saison vier Spiele gewonnen", blickt "Lotte" auf die ernüchternde Statistik, "da kann man nicht davon ausgehen, jetzt vier Siege in den letzten vier Begegnungen zu schaffen." Sein Fazit: "Zum einen fehlt die Qualität, um Spiele zu entscheiden, zum anderen unterlaufen uns immer wieder individuelle Fehler. Der HSV war beim 2:0-Sieg abgebrühter, er hat nicht mehr getan als nötig."

Autor: tt

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