Willkommen zum Showdown in der Bundesliga. Nach dem Bremer 1:0- Sieg am gestrigen Samstag bei Eintracht Frankfurt, der Werder vorübergehend wieder auf Platz zwei in der Tabelle katapultierte, kommt es am heutigen Sonntag in der Schalker Arena zum Verfolger-Duell.

Schalke widmet sich großen Zielen

hb
02. April 2006, 13:54 Uhr

Willkommen zum Showdown in der Bundesliga. Nach dem Bremer 1:0- Sieg am gestrigen Samstag bei Eintracht Frankfurt, der Werder vorübergehend wieder auf Platz zwei in der Tabelle katapultierte, kommt es am heutigen Sonntag in der Schalker Arena zum Verfolger-Duell.

Willkommen zum Showdown in der Bundesliga. Nach dem Bremer 1:0- Sieg am gestrigen Samstag bei Eintracht Frankfurt, der Werder vorübergehend wieder auf Platz zwei in der Tabelle katapultierte, kommt es am heutigen Sonntag in der Schalker Arena zum Verfolger-Duell. Schalke empfängt den Hamburger SV und die Rückkehr von "Toni" Ailton an seine alte Wirkungsstätte ist nicht mehr als ein bunter Farbtupfer an einem hoffentlich großen Fußball-Nachmittag.

„Das ist für uns ein sehr bedeutsames Spiel, in dem es darum geht, den Abstand auf den HSV möglichst zu verkürzen. Bei einem Sieg sind wir wieder richtig dick drin in der Verlosung“, möchte Mirko Slomka die Wichtigkeit des direkten Duells um den Einzug in die Champions League gar nicht erst klein reden. Aber: "Bei einer Niederlage würden wir auf sieben Punkte Abstand zurück fallen."

Daran möchte auf Schalke keiner denken, zumal der Truppe tolle jüngste Erfolg im UEFA-Cup richtig Auftrieb geben sollte. Nach zwei kleinen Dellen in München und gegen Wolfsburg, die das Wort "Mini-Krise" schnell salonfähig machten, ist die Mannschaft gefestigt aus dieser Situation herausgekommen. Daher ist es auch kein Zeichen vorlauter Marktschreierei, wenn nun neben dem bereits längst erklärten Ziel Champions League auch der Gewinn des UEFA-Cups öffentlich anvisiert wird. "Ja, jetzt sind wir schon so weit gekommen, jetzt wollen wir den Pott auch holen", nickt Slomka.

Der HSV dagegen, punktgleich hinter die mit einem besseren Torverhältnis ausgestatteten Bremer auf Rang drei zurück gefallen, setzen gerade auf einen möglichen Substanzverlust der Schalker durch die Reise nach Sofia. Die Königsblauen verzichten bewusst auf dieses Alibi, im Gegenteil, sie nehmen die Aussicht auf einen Titel als zusätzliche Motivation mit in den Saison-Endspurt. "So ein Sieg im UEFA-Cup gibt Auftrieb. Nun können wir die beiden Spiele, die in der Bundesliga nicht so gut waren, wieder wett machen", blickt der Ex-Hamburger Fabian Ernst voller Zuversicht auf das heiße Duell mit den Hanseaten. "Das ist ein ganz wichtiges Spiel, was die Champions League angeht. Wir sind zu Hause und es ist für uns die vielleicht einzige Möglichkeit, den HSV ran zu holen", will Ernst ein klares Signal setzen.

In wie weit die Hamburger sich von den Ausfällen in der Innenverteidigung schwächen lässt, wird sich zeigen. So stark wie in der Hinrunde wirken die Gäste in diesen Monaten ohnehin nicht. Im UEFA-Cup im Achtelfinale ausgeschieden, haben van der Vaart und Co. auch in der Bundesliga bereits Zeichen einer Krise erkennen lassen. "Sie haben in der Rückserie schon vier Mal verloren, da spricht eine deutliche Sprache", meint Slomka. "Aber gerade nach Niederlagen sind sie wieder beeindruckend zurück gekommen, zum Beispiel mit dem Sieg in München."

Das "Endspiel" um die Champions League kann steigen, Schalke ist bereit zu großen Taten.

Autor: hb

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