Der MSV hat dank Ivica Grlic seinen Höhenflug fortgesetzt und ist nach dem 1:0-Sieg beim Karlsruher SC nun noch näher an die Aufstiegsplätze herangerückt.

Grlic trifft beim KSC

MSV marschiert weiter

sid/RS
11. Dezember 2009, 20:17 Uhr

Der MSV hat dank Ivica Grlic seinen Höhenflug fortgesetzt und ist nach dem 1:0-Sieg beim Karlsruher SC nun noch näher an die Aufstiegsplätze herangerückt.

Der MSV ist seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen und zog mit 28 Zählern zumindest bis Sonntag mit dem Tabellendritten Arminia Bielefeld gleich. Der KSC befindet sich nach der dritten Heimniederlage mit 21 Punkten im Tabellenmittelfeld.

Dabei hatten die Zebras einige Probleme, in die Partie zu finden. Zunächst diktierten die Gastgeber das Spielgeschehen und kamen vor 16.904 Zuschauern durch Anton Fink auch zur ersten richtig guten Tormöglichkeit (11.). Doch Keeper Tom Starke entschärfte gegen den durchgebrochenen Ex-Unterhachinger, der von Lars Stindl in Szene gesetzt worden war.

In der Folge wirkten die Gäste etwas geschockt, standen defensiv sehr tief und ließen die Hausherren kommen, die immer wieder durch Steilpässe in die Nahtstellen der MSV-Viererkette für Gefahr sorgten.

Das Tor aber machten die Duisburger auf der anderen Seite. Ivica Grlic verwandelte einen Freistoß aus 18 Metern direkt (22.) und erzielte dabei sein viertes Tor in den letzten beiden Spielen. Schon beim 3:1 beim SC Paderborn überragte der Mittelfeldspieler, der in der 54. Minute allerdings mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden musste, mit drei Treffern.

Beflügelt durch dieses Tor spielten die Meidericher, für die Änis Ben Hatira nach einer tollen Flanke Olcay Sahans nur die Latte traf (31.), nun frei auf. Ein weiteres Tor blieb ihnen aber verwehrt. Zur tragischen Figur avancierte dabei Stürmer Nicky Adler, der es zunächst fertig brachte, nur den Pfosten des leeren Tores zu treffen (33.) und den Ball kurz darauf in die Wolken jagte, anstatt für die besser postierten Mitspieler aufzulegen (35.).
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Weil der KSC sich vor dem Tor der Duisburger aber ähnlich harmlos präsentierte, konnte Adler, der in der 66. Minute noch einmal aufs leere Tor zulief, in letzter Sekunde aber von Andreas Schäfer abgegrätscht wurde, nach dem Schlusspfiff einigermaßen erleichtert über seine "Fahrkarten" sprechen: "Ich hatte heute richtig viel Pech. Der Pfostenschuss war unglücklich, bei der zweiten Chance hätte ich querlegen müssen, beim dritten Ding kam Schäfer irgendwie noch dazwischen. Es tut mir leid für Mannschaft."

Dass sich seine schwache Chancenverwertung nicht rächte, hatte Adler dabei vor allem Tom Starke zu verdanken, der in der 50. Minute mit einem Blitzreflex Andreas Schäfers Kopfball abwehrte.

Vom Aufstieg wollte der Torhüter aber dennoch nicht reden: "Wir schauen von Spiel zu Spiel", sagte dieser. "Jetzt müssen wir gegen Aachen nachlegen und dann können wir uns im Winter weiter unterhalten."

Autor: sid/RS

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