Fast noch schneller, als seine Genesung gedauert hatte, war Kevin Kuranyi auf dem Platz wieder ganz der Alte. Nur dreieinhalb Wochen nach seiner Operation am Innenmeniskus des linken Knies durfte der Nationalstürmer am Samstag sein Comeback feiern.

SCHALKE - Kuranyi zwischen Freude und Frust: "Tor tut mir gut, aber..."

hb
27. März 2006, 11:55 Uhr

Fast noch schneller, als seine Genesung gedauert hatte, war Kevin Kuranyi auf dem Platz wieder ganz der Alte. Nur dreieinhalb Wochen nach seiner Operation am Innenmeniskus des linken Knies durfte der Nationalstürmer am Samstag sein Comeback feiern.

Fast noch schneller, als seine Genesung gedauert hatte, war Kevin Kuranyi auf dem Platz wieder ganz der Alte. Nur dreieinhalb Wochen nach seiner Operation am Innenmeniskus des linken Knies durfte der Nationalstürmer am Samstag sein Comeback feiern.

Es war eins, dass nicht nur bei ihm zwiespältige Gefühle auslöste. "Das Tor tut mir sehr gut. Ich bin froh, dass ich direkt wieder da anknüpfen kann, wo ich vor meiner Verletzung aufgehört habe", freute sich Kuranyi wohl über seinen schönen Kopfball-Treffer nach nur sieben Minuten Spielzeit. "Das ist natürlich auch mit Blick auf die WM wichtig. Richtig glücklich kann ich aber nicht sein, da wir nicht gewonnen haben“, hätte der 23-Jährige einen rundum gelungenen Nachmittag eben nur dann genießen dürfen, wenn das Gesamtergebnis entsprechend ausgefallen wäre.

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Kuranyi, normalerweise keiner, der in der Truppe das große Wort führt, sparte gestern allerdings nicht mit Kritik. „Nach dem 1:0 darfst du nicht weiter nur nach vorne rennen“, schüttelte der Angreifer über das nicht nur aus seiner Sicht zu schlampige Deckungsverhalten der gesamten Truppe den Kopf. „Wenn man zwei Mal führt, muss man so ein Spiel gewinnen. Wir sind aber fünf Mal in Konter gelaufen, das darf uns als Spitzen-Mannschaft nicht passieren“, bemerkte Kuranyi.

Einer, der zum verdienten Punktgewinn seiner Elf nicht beitragen konnte, wurde auch auf Schalker Seite herzlich aufgenommen. "Mike komm' zurück", forderte ein kleines Transparent in der Nordkurve, doch der angesprochene Hanke denkt nicht daran, diesen Wunsch zu erfüllen. "Ich habe mit meinem Wechsel alles richtig gemacht", erklärte der Blondschopf, der im Sommer den Club seines Herzens für 3,5 Millionen Euro Ablöse in Richtung Niedersachsen verlassen hatte.

In Wolfsburg spielt Hanke, der in der Arena wegen einer Hüftprellung nicht auflaufen konnte, nach kurzen Anlauf-Schwierigkeiten regelmäßig und hat im bisherigen Saisonverlauf acht Mal eingenetzt. Bis zum gestrigen Tage war das nur eine Hütte weniger als Kuranyi auf dem Konto hatte, doch der legte nun nach. "Ich will die alte Geschichte nicht wieder aufwärmen, aber ich habe schließlich immer gesagt, dass ich weiß, was ich kann", grinste Hanke.

Die richtige Kabine in der Arena finden, damit hat er allerdings seine Probleme. Zwischen der Gäste-Umkleide und dem Schalker Refugium hin und her hetzend, hatte Hanke dann eine Stunde nach Abpfiff endlich Feierabend.

Das, obwohl er doch gar nicht gespielt hatte.

Autor: hb

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