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Die Augen tränen

VfL-Fanblog: Wo sind echte Typen?

Sechs Niederlagen aus zwölf Spielen in Liga zwei sind eine Katastrophe! Das Spiel gegen Hertha war genauso ernüchternd wie der bisherige Verlauf der Saison.

In der ersten Halbzeit als Bundesliga-Absteiger und Aufstiegsfavorit (!) wie das Kaninchen vor der Schlange und in der zweiten Halbzeit zwar erkennbares Bemühen, aber dafür Hilflosigkeit vor dem Tor.

Das führt soweit, dass man aktuell kein Vertrauen mehr in die Leistungen des VfL hat und sowieso nicht mehr daran glaubt, dass sie einen Rückstand gegen ein Team wie Hertha BSC aufholt. So habe ich dann in der 2. Halbzeit auf den anderen Fernsehkanälen geschaut, ob da nicht etwas Berauschenderes zu finden war, und bin nur noch sporadisch zum DSF zurückgekehrt. So ging es aber nicht nur mir und das ist außerordentlich schade.

Das fehlende Vertrauen der Fans in die aktuelle Mannschaft und die fehlende Inspiration durch das Team haben sicherlich mehrere Gründe. Zum einen sind zu viele Spieler mit dem Phlegma des Niedergangs der letzten zwei Jahre behaftet und es wurde versäumt, hier einen größeren Schnitt zu machen. Zum anderen haben die Neuverpflichtungen zwar anfangs gut geklungen, doch haben Sie außer Chong Tese die Erwartungen nicht erfüllt. Unabhängig von Ihrem vorhandenen Potenzial stellt sich bei Spielern wie Faton Toski und Giovanni Federico die Frage, ob sie die Spielertypen sind, die der VfL in Liga zwei benötigt. Hier sind echte Kerle gefordert, die mit Einsatz und Leidenschaft vorangehen. Das gleiche Problem stellt sich allerdings beispielsweise auch bei einem Spieler wie Zlatko Dedic.

Christian Kockentiedt ist seit 1994 VfL-Fan. Nach Kindheitssünden (FC Bayern-Fan) und – geografisch bedingt – jugendlichen Jahren der Unentschlossenheit hat er mit Studienbeginn in Bochum seinen Verein und sein Stadion gefunden. Im letzten Jahrzehnt war er regelmäßiger Dauerkarteninhaber beim VfL.

Darüber hinaus gibt es zur Zeit keine unbestrittenen Leitwölfe und Identifikationsfiguren beim VfL. Diese sind aber sowohl für die Mannschaft als auch für die Fans enorm wichtig. Zwar sind Spieler wie Christoph Dabrowski, Slawo Freier und Anthar Yahia hoch angesehen und bringen zumeist ihre Leistung. Dennoch stellen sie nicht die Persönlichkeiten dar, die einer taumelnden Mannschaft wie dem VfL Bochum Führung und neue Stärke verleihen. Außerdem ist es für die Fans enorm wichtig, Spieler in den eigenen Reihen zu haben, die mit Worten und Taten vorangehen. Beim Spiel gegen Aachen habe ich daher mit einem weinenden Auge Thomas Zdebel beim Warmmachen applaudiert. Aus dem anderen Auge flossen dann die Tränen, als ich ihn habe spielen sehen.

Bei den Partien des VfL habe ich bisher einige Gegner gesehen, die in den vorgenannten Punkten weiter sind als der aktuelle VfL. Die Leidenschaft und Hingabe eines Teams wie Energie Cottbus ist hierfür exemplarisch. Wenn eine Mannschaft zu Hause so auftritt wie dieses Team gegen unseren VfL, dann ist der Erfolg auf dem Rasen und bei den Fans nur eine Frage der Zeit.

Mit 13 Punkten den Anschluss schaffen

Dennoch wehre ich mich dagegen, die Hoffnung aufzugeben. Wir können uns einfach nicht damit abfinden, im Mittelfeld der zweiten Bundesliga herumzudümpeln. Angesichts des machbaren Restprogramms bis zur Winterpause habe ich die Hoffnung, dass mit 13 Punkten aus fünf Spielen der Anschluss nach oben zu schaffen ist.

Zum Abschluss kann ich auch noch etwas Positives über das Marketing des VfL sagen. Es ist angesichts der aktuellen Leistungen auf dem Rasen sicherlich schwierig, die Fans ins Stadion zu bekommen, aber hier wird alles versucht. Im Rahmen der „2 für 1 Aktion“ gegen Ingolstadt habe ich auch eine sehr originelle Einladungs-Postkarte als „ehemaliger Dauergast“ im Briefkasten gehabt. Sehr schön!

Ich werde selbstverständlich am Samstag im Stadion sein und hoffe, dass ich nach dem Abpfiff unsere Mannschaft mal wieder feiern darf.

Glück Auf!!

VfL-Fanblog: Blank ziehen erlaubt!

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