Startseite

Bier und Bratwurst-Test
Viel Staub um (etwas mehr als) nichts

Bier- und Bratwurst-Test: Folge 35: RSV Mülheim

Derbyzeit in Mülheim-Heißen. Der Turnerbund ist zu Gast beim Rasensportverein. Hier geht es um die Wurst. Vor allem für den staubgeplagten RevierSport-Tester.

Bier:

Schaum

Der Name „Rasensportverein“ ist ein großer Bluff. Die Rot-Weißen kicken auf Asche der miesesten Sorte. Und weil es im April kaum geregnet hat, zog jeder Schritt, jedes Auftitschen des Balles eine Wolke nach sich, die sich über dem Platz zu einem Nebelhauch verdichteten. Das Bier blieb deshalb in der Flasche, denn Asche-Staub-Pollen-Ablagerungen auf der Blume müssen nicht sein.

Geschmack

Dafür fühlte es sich so an, als habe sich der Dreck-Cocktail in der Mundhöhle breit gemacht. Das KöPi ist deshalb nicht nur lecker, sondern wird auch wegen seiner „Spüleigenschaften“ geschätzt.

Temperatur

Die Treppen hoch zum Paul-Kosmalla-Heim (kurzer Exkurs: Namensgeber ist ein Mülheimer Handballpionier, denn der RSV war 1949 immerhin Deutscher Feldhandballmeister, nachdem im Niederrheinstadion vor 35.000 Waldhof Mannheim 8:6 geschlagen wurde – da schau her) lohnt sich, denn in der Clubgaststätte – man entdeckt Spezialitäten wie Eierlikör und Capri-Sonne im Ausschank-Bereich – läuft ein gut funktionierender Kühlschrank.

Preis/Leistung

Nur 1,20 Euro für die 0,33-l-Dosierung. Glas (drinnen) oder Becher (draußen) draußen gibt es auf Wunsch. Supergünstig!

Bratwurst:

Konsistenz

Im Ganzen fest. Die Pelle cross, was aber auch nicht wundert, denn nach drei weiteren Sekunden auf dem Grill wäre die Wurst wohl als verbranntes und unverkäufliches Exemplar den gelangweilten Sportplatzhunden als Zwischenmahlzeit hingeworfen worden.

Aussehen

Zeigt das Äußere schon schwarze Stellen, so ist das Brät hell wie das Innere eines Fischstäbchens. Netter Kontrast. Immerhin: Gut abgeschirmt vom Platz, kann man sicher sein, nicht in die schon erwähnte Staubpanade zu beißen.

Temperatur Unerträglich heiß sind ja meist nur die Würste, die auf der Fettpfanne gefischt werden. Dieses Exemplar ist allein durch erhitze Luft in Form gebracht worden, deshalb ein paar Grad unter dem Maximum. Gut so!

Geschmack

Der Elektrogrill produziert fast geruchsneutral, genauer gesagt: Dass es Würste gibt, merkt man erst, wenn man direkt vor der Bretterbude steht. Beim Reinbeißen hat der Geschmackssinn immerhin ein paar mehr Reize zu verarbeiten als zuvor der Geruchssinn. Extras

Das gegen 15:45 Uhr plötzlich zur Halbzeit gepfiffen wurde, hat das Catering-Team offensichtlich überrascht, denn nur vier fertige Würste lagen parat. Es waren noch nicht alle Spieler in der Kabine als es hieß: „Ich müsst noch ein bisschen warten.“ Nettes Extra: Drei Sorten Ketchup.

Preis/Leistung

Die günstigste aller bisher getesteten Würste: Nur 1,50 Euro. Überhaupt scheint das RSV-Catering nicht darauf ausgerichtet, einen nennenswerte Beitrag zur Etatdeckung beizutragen: Currywurst für 1,80 Euro, Pommes für nur 1 Euro, Kaffee für 50 Cent. Es gibt Bundesliga-Vereine, da kostet allein die Serviette mehr.

Bier und Bratwurst-Test: Folge 17, Düsseldorf II
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

Neueste Artikel

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.