05.07.2018

Regionalliga

Aufsteiger TV Herkenrath drohte der Finanz-K.o.

Foto: waz

Urknall beim Regionalliga-Aufsteiger TV Herkenrath. Investor Manfred Faber wurde abserviert. Der finanzielle K.o. kann dennoch verhindert werden.

Für den aufstrebenden Klub aus Bergisch Gladbach wäre das Abenteuer Regionalliga West um ein Haar beendet gewesen, bevor es überhaupt angefangen hätte. Denn wie diese Redaktion erfuhr, stand bis Dienstagabend nicht fest, ob der Aufsteiger die vierte Liga finanziell stemmen kann.

Ursächlich für die Notlage des TV Herkenrath war die fehlende finanzielle Zusage des langjährigen Vorsitzenden und Mäzen Manfred Faber (70). Der Inhaber einer Steuerberatungsgesellschaft war die treibende Kraft hinter dem kometenhaften Aufstieg des Vereins, der im Jahr 2009 noch in der Kreisliga C spielte. Fabers Geld katapultierte Herkenrath bis in die Regionalliga. Ausgerechnet nach diesem großen Erfolg drohte der Rückzug des Investors und der damit verbundene Zwangsabstieg.

Doch der Serienaufsteiger hat das Ruder auch ohne die Hilfe des größten Geldgebers herumgerissen. Der TV Herkenrath wird in der kommenden Saison in der West-Staffel an den Start gehen. Das bestätigt Abteilungsleiter Wolfgang Preiss dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Wir werden spielen."

Wie die Zeitung berichtet, ist die Entscheidung am Dienstagabend gefallen. Herkenrath sei es gelungen, das nötige Geld auch ohne Fabers Unterstützung aufzutreiben. Mehrere Sponsoren und Förderer konnten gefunden werden. Der gesamte Stadtteil von Bergisch Gladbach sei mobilisiert worden. "Sogar die Nachbarn in Herkenrath wollen uns helfen", berichtet Preiss.

Zwischen dem langjährigen Mäzen und dem Verein hat es in der Sommerpause offenbar richtig gekracht. Preiss versichert, dass der Verein nicht mehr abhängig vom ehemaligen Vorsitzenden sei, der beim TV Herkenrath wohl auch keine Rolle mehr spielen werde: "Die Ära von Manfred Faber ist beim TV Herkenrath vorbei."

Autor: Martin Herms

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