15.03.2018

Westfalia Herne

Der Oberligist plant die Zukunft

Foto: Thorsten Tillmann

Westfalen-Oberligist Westfalia Herne bringt die Saison unter erschwerten Bedingungen ohne eigene Spielstätte zu Ende – und plant für die Zukunft.

Zwischendurch sagt Ertan Ilce, Vorstand Sport und Finanzen beim SC Westfalia Herne, den Satz: „Im Moment ist es ein spannendes Projekt für alle.“ Das Projekt, die laufende Saison unter den aktuellen Bedingungen, durch die Verzögerungen beim Stadionumbau, zu Ende zu bringen, und alles für die neue Spielzeit in die Wege zu leiten.

Was Ertan Ilce, Trainer Christian Knappmann, Westfalia-Vorsitzender Sascha Loch und Ehrenpräsident Jürgen Stieneke feststellen: Die Situation, in Dortmund-Bövinghausen, bei aller Gastfreundschaft dort, trainieren und spielen zu müssen, zehrt an den Nerven von Spielern, Trainern und Verantwortlichen. Es kommen weniger Zuschauer und Kontakte zwischen Vorstand und Spielern seien auch seltener möglich: „Das ist wie in einer Firma, die immer auswärts arbeitet“, sagt Sascha Loch.

Dabei kümmert sich gerade Ertan Ilce in diesen Tagen um die Gespräche mit Spielern, auch mit jenen, mit denen es bereits mündliche Absprachen für die kommende Saison gegeben habe – alles solle auch noch einmal schriftlich festgehalten werden, so Ilce. Und auch Hernes Trainer arbeitet schon „hochgradig“ (so Knappmann selbst) auf die neue Saison hin, hat dabei auch Zusagen von aktuellen U19-Spielern aus Nachwuchsleistungszentren bekommen.

Was das Projekt nicht nur für Ertan Ilce wohl vor allem so spannend macht: die aktuelle Saison sei durchfinanziert, nun arbeitet die Westfalia an der Rechnung für die kommende Serie. Und Zusagen von Sponsoren habe es bereits gegeben, so Ilce, sie sollen in den kommenden Wochen nach und nach bekannt gegeben werden. Was aber klar sei, so Ilce: „Wir wollen nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen.“ Und die Suche nach Sponsoren sei nun mal noch nicht abgeschlossen. Wobei demnächst auch das zugesagte Gastspiel des Bundesligisten Borussia Dortmund geplant werden soll.

Ein großer Dank, so Ilce, gehe an Gönner Jürgen Stieneke: „Für seine Unterstützung sind wir ihm gerade in der jetzigen Phase doppelt so dankbar wie sonst.“ Wie auch Trainer Christian Knappmann ist Jürgen Stieneke jemand, über den Ertan Ilce sagt: „Er ist Westfalia“.

Für die Zukunft sei aber offen, inwieweit sich Stieneke noch als Gönner engagieren wolle. „Das werden wir in den nächsten drei, vier Monaten sehen“, sagt Stieneke selbst, der an diesem Mittwoch seinen 71. Geburtstag feierte.

Für Jürgen Stieneke selbst kommt auch ein weiteres Engagement in der Jugendabteilung in Frage: „Dafür muss man doch jemanden haben, der vernünftig ist.“ Kurze Pause. Jürgen Stieneke lacht und fügt hinzu: „Aber wenn man seit 25 Jahren bei Westfalia Herne ist, ist man vielleicht nicht vernünftig.“

Spaß muss sein.

Autor: Stephan Falk

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