12.03.2018

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SSVg Velbert verliert Spiel und Kapitän

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Die SSVg Velbert musste in der Fußball-Oberliga die zweite Niederlage in Folge hinnehmen.

Auf das 1:4 beim VfB Homberg folgte nun das 1:2 beim SC Düsseldorf-West. Damit rutschen die Blauen immer weiter ins Mittelmaß der Tabelle ab. Besonders bitter dabei — sie verloren nicht nur das Spiel, sondern auch ihren Kapitän und Abwehrchef: Niklas Andersen sah nämlich die Rote Karte.

Mo Sealti fällt kurzfristig aus
Es hatte schon schlecht begonnen: Andersens bewährter Partner in der Innenverteidigung, Mo Sealiti, musste kurzfristig wegen Erkrankung passen, für ihn übernahm Mittelfeldspieler Manuel Schiebener den Defensiv-Posten.

Obendrein war der Plan, hinten dicht zu machen und aus verstärkter Defensive die Chance in der Landeshauptstadt zu suchen, nach 14 Minuten über den Haufen geworfen. Als Torwart Philipp Sprenger von den Düsseldorfern im eigenen Strafraum unter Druck gesetzt wurde, spielte er den Ball ungenau nach vorne – Dennis Ordelheide sagte Danke und erzielte mit einem Heber ins leere Tor das 1:0.

Somit mussten die Velberter offensiver agieren — und liefen in der 37. Minute in einen Konter. Niklas Andersen versuchte einen enteilten Düsseldorfer noch zu stoppen, erwischte ihn aber erst im Strafraum und beging dabei ein Foul — so kam es dann ganz dicke für die Velberter: Rot für Andersen wegen Notbremse, Elfmeter für die Düsseldorfer, die sich die Chance nicht entgehen ließen und durch Maciej Zieba auf 2:0 erhöhen. „Diese Halbzeit war zum Vergessen“, meinte SSVg-Trainer Imre Renji.

Immerhin: Trotz des deutlichen Rückstandes und der Unterzahl steckten die Velberter keineswegs auf, sondern erarbeiteten sich nach Wiederanpfiff sogar Vorteile und einige gute Chancen.

Max Machtemes feiert sein Comeback
Allerdings barg diese Spielweise Risiken, den Düsseldorfern öffneten sich Räume. Einmal hätten sie so fast das 3:0 erzielt, doch Max Machtemes, der nach längerer Verletzungspause sein Comaback gab, rettete auf der Linie. SSVg-Trainer Imre Renji versuchte, den Druck zu erhöhen, indem er gleich drei frische Offensivkräfte brachte: Ali Aydin, Julian Kray und Robert Nnaji.

Das hätte sich fast bezahlt gemacht: Aydin erzielte den Anschlusstreffer und kurz vor Schluss hätte Kray bei einer großen Chance fast noch den Ausgleich erzielt.

Ob ein Punktgewinn verdient gewesen wäre, vielleicht dank der Steigerung in der zweiten Halbzeit — darüber wollte Trainer Imre Renji gar nicht groß nachdenken. Er entschied sich stattdessen dafür, die Niederlage als verdient anzuerkennen, denn in der ersten Halbzeit habe sein Team einfach entscheidende Fehler gemacht.

Autor: Ulrich Tröster

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