03.01.2018

VfL Bochum

Der Trainingsplatz füllt sich wieder

Foto: firo

Vor dem Aufgalopp im neuen Jahr gibt es noch keine Abgänge zu vermelden beim VfL Bochum. Viele Fragen sind noch offen.

Fast alle Profis des VfL Bochum sollen dabei sein, wenn am heutigen Mittwoch, 15 Uhr, Coach Jens Rasiejewski zum Trainingsauftakt im neuen Jahr bittet. Nur der Brasilianer Danilo Soares und der Australier Robbie Kruse dürfen aufgrund der weiten Reise einen Tag später beginnen, und Timo Perthel ist noch nicht weit genug. Im Laufe der Rückrunde sollte der langzeitverletzte Linksverteidiger wieder zum Team stoßen, so die Hoffnung.

Die angestrebten Abgänge gibt es bisher nicht zu vermelden, in der kurzen Weihnachtspause hat sich im Transferbereich nicht viel bewegt, sagt Sportvorstand Christian Hochstätter auf Anfrage. Es bleibe das Ziel, den Kader zu verkleinern. 32 Profis umfasst er, darunter vier Torhüter und drei Talente, die noch in der A-Jugend aktiv sind (Baack, Bapoh, Tomas). Die Transferperiode endet am 31. Januar, wenn bereits zwei Meisterschaftsspiele gegen Duisburg (23.) und Bielefeld (29.) absolviert sind.

Angebot für Bastians abgelehnt

Einen Wechsel hätte es längst geben können, doch wie berichtet hat der Verein sein Veto eingelegt. Zwischenzeitlich, verrät Hochstätter, habe ein chinesischer Verein zwar das Angebot erhöht für Felix Bastians, der nach den Vorfällen im Vorjahr (u.a. Suspendierung) für eine Zusammenarbeit mit Hochstätter keine Basis mehr sieht und deshalb den Klub verlassen will. „Dieses Angebot haben wir abgelehnt“, sagt Hochstätter. Zahlen nennt er nicht. Aber ein Klub müsste für den Innenverteidiger, der einen Vertrag bis 2020 besitzt, wohl eine siebenstellige Ablösesumme zahlen. Ob Zweitligisten, die mit Bastians in diversen Medien in Verbindung gebracht werden, dazu bereit sind, wird sich zeigen. Wie sich ja so vieles noch zeigen wird nach all den Donnerschlägen auf vielen Etagen, vor allem den oberen.

Von losen Anfragen für den einen oder anderen Spieler berichtet der Manager. Einige Profis wissen längst, dass sie sich aus VfL-Sicht lieber heute als morgen umsehen sollen. Alexander Merkel und Nico Rieble zählen dazu. Finden sie im Winter nichts Adäquates, endet ihre Zeit beim VfL erst im Sommer, wenn ihre Verträge auslaufen.
Insgesamt 13 Kontrakte werden nach dieser Saison zu Ende gehen. Auch von Spielern, die der VfL halten will. Dazu zählt Vitaly Janelt. Der 19-Jährige ist von Leipzig ausgeliehen, der VfL hat eine Kaufoption. Der Preis hängt von der Zahl seiner Einsätze für den VfL ab, bis zum Saisonende. Hochstätter ist grundsätzlich optimistisch, dass der VfL diese Summe in noch nicht fixer Höhe wird stemmen können.

Auch Eisfelds Vertrag läuft aus

Erste Gespräche geführt hat der Klub auch mit Kevin Stöger und Thomas Eisfeld, beide will man halten. Spätestens im Trainingslager soll der Austausch intensiviert werden. Bei Eisfeld könnte es wohl eher zu einer Einigung kommen als bei Leistungsträger Stöger.

Offen ist die Zukunft von Görkem Saglam, der es unter Jens Rasiejewski zuletzt nicht mehr in den Kader schaffte. Auch mit dem U20-Nationalspieler, der im Sommer ablösefrei gehen kann und daher kaum im Winter seinen Ausbildungsklub verlassen dürfte, soll es bald Gespräche geben, sagt Hochstätter. Ergebnis: offen.

Autor: Ralf Ritter

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