15.12.2017

Frauen-Bundesliga

MSV stehen dreizehn Endspiele bevor

Foto: Funke Foto Services

Null Punkte in neun Spielen, Schlusslicht der Frauenfußballbundesliga: Es könnte zur Zeit besser laufen für den MSV Duisburg und Trainer Christian Franz-Pohlmann.

Trotzdem sieht der 37-jährige Franz-Pohlmann, der die Zebras in dieser Saison übernommen hat, noch großes Potenzial in seiner Mannschaft: "Wir haben auch in diesen beiden letzten Wochen wieder sehr gut trainiert. Die Grundaggressivität ist da und auch die Stimmung im Team ist gut."

Gelegenheit die ersten Ligapunkte einzufahren hat die Franz-Pohlmann-Elf allerdings erst im nächsten Jahr. Das Spiel gegen FF USV Jena am kommenden Sonntag wurde abgesagt, wie der MSV-Trainer zu berichten weiß: "Ich habe den Anruf aus Jena erhalten, dass nur ein Spiel am Wochenende stattfinden kann, da sie den Platz danach nicht so schnell wieder hinbekommen. Und dort hat dann das Drittliga-Team von Carl-Zeiss Jena Vorrang."

Damit ist beim Schlusslicht nun die Winterpause eingeläutet. "Das ist schade, da wir uns gut auf das Spiel eingestimmt hatten und auch unbedingt spielen wollten", ist der MSV-Trainer unglücklich, über die Absage, richtet den Blick aber nach vorne: "Wir nehmen es, wie es ist. Wir werden die Winterpause nutzen, um uns intensiv und akribisch auf die Rückrunde vorzubereiten."

Die Hinrunde hingegen möchte man in Duisburg, zu mindestens punktemäßig, am liebsten vergessen. Dennoch will sich Franz-Pohlmann vor allem auf die positiven Aspekte konzentrieren: "Wir haben alle Spiele knapp verloren, sind kein einziges Mal von unseren Gegnern abgeschossen worden." Zudem nimmt er seine junge Mannschaft in Schutz: "Vor der Saison erfolgte ein kompletter Umbruch. Wir mussten die meisten erfahrenen Spielerinnen ziehen lassen und haben einen Kader, der überwiegend aus jungen Talenten besteht." Zudem hatten die Duisburger in diesem Jahr immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen, was auch noch einmal zur bisher mageren Punkteausbeute beigetragen hat: "Vor vielen Big-Point-Spielen waren wir personell stark angeschlagen. Da hat dann manchmal einfach das letzte bisschen Qualität gefehlt, um die Partie für uns zu entscheiden."

Vor der Saison erfolgte ein kompletter Umbruch. Wir mussten die meisten erfahrenen Spielerinnen ziehen lassen und haben einen Kader, der überwiegend aus jungen Talenten besteht.
Christian Franz-Pohlmann

Für die Rückrunde hat der Trainer des Vorjahreszehnten auch schon seine Ziele ausgegeben: "Wir wollen uns weiterentwickeln und angreifen. Es bringt ja nichts, wenn wir es schön reden: für uns stehen jetzt 13 Endspiele auf dem Plan. Mit jeder Niederlage wird es schwerer. Aber wenn wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen und endlich auch das nötige Quäntchen Glück dazu kommt, dann werden wir auch die Punkte holen. Davon sind wir überzeugt."

Autor: Linda Sonnenberg

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