22.10.2017

RWE

Giannikis zieht den Hut vor seiner Mannschaft

Foto: Thorsten Tillmann

Am Sonntagabend gewann Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West mit 2:1 (1:1) gegen Alemannia Aachen. Der neue Trainer Argirios Giannikis war stolz auf seine Mannschaft.

Der 2:1-Auswärtssieg der Essener war der erste Erfolg nach 22 Jahren am Aachener Tivoli. Dabei ging es für die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis gar nicht gut los. Bereits nach zwei Minuten musste man den 0:1-Rückstand hinnehmen. „Wir kamen ganz schlecht in Spiel“, sagte Giannikis trocken zu dem schlechten Start und ergänzte: „Es ist eine unglückliche Aktion, da haben wir gemerkt, dass es auch mal gegen uns laufen kann. Aber die Reaktion der Mannschaft gut. Sie wurde immer sicherer, immer stabiler. Hut ab vor dem, was sie hier geleistet hat.“

Mit einem 2:0-Pokalerfolg unter der Woche im Rücken wirkte die Mannschaft auch nach dem Rückstand ruhig und ließ sich nicht beirren. In der 32. Minute wurde es dann belohnt. Timo Becker erzielte den 1:1-Ausgleich per Kopf. Es war das erste Essener Tor in Aachen seit 2005. Damals trafen die Alemannia und RWE in der 2. Bundesliga aufeinander.

Nach der Pause wurde dann das Konzept des neuen RWE-Trainers Giannikis immer deutlicher. Aus einem 3-4-3-System bei eigenen Ballbesitz wurde in Aachener Ballbesitz ein 5-4-1. Dieses System setzten die Gäste gut um und waren die bessere Mannschaft. Die Führung war der verdiente Lohn. Einen bilderbuchmäßigen Konter vollendete Kai Pröger. „Es war perfekt rausgespielt. Wir haben ein drei gegen zwei hergestellt. Das war ein lehrbuchmäßiger Konter“, kommentierte der Demandt-Nachfolger den Essener Siegtreffer.

Der 37-Jährige hofft, dass der Triumph am Tivoli der Mannschaft endlich Rückenwind verleiht. Denn Erfolgserlebnisse waren in dieser bisher so enttäuschenden Saison eine Seltenheit. Der Sieg in Aachen war erst der dritte Dreier im 14. Spiel. Giannikis: „Wichtig war, dass die Mannschaft erkennt, wie der Weg aussehen kann und dass wir eigentlich noch sehr viel Arbeit vor uns haben. Ich freue mich darauf. Jeder Sieg ist schön und das ist ein harter Weg dahin.“

Der ehemalige KSC-Trainer ist davon überzeugt, dass er eine Mannschaft hat, die künftig deutlich erfolgreicheren Fußball anbieten kann: „Es ist eine neugierige, wissbegierige Mannschaft, die offen für neue Dinge ist. Sie akzeptiert die Art und Weise, wie das Trainerteam an die Sachen herangeht. Sie glaubt daran. Es ist eine charakterstarke Mannschaft.“

Am nächsten Wochenende trifft Rot-Weiss Essen im Heimspiel auf den Lokalrivalen Rot-Weiß Oberhausen. Alemannia Aachen hat es auswärts mit dem FC Wegberg-Beeck zu tun.

Autor: Timotheus Eimert

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