Die Relegationsrunde um den Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga bleibt umstritten. Eine Initiative sucht den Dialog mit dem DFB.

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Offener Brief bittet DFB zum Dialog

Fanzeit
07. Juni 2017, 14:58 Uhr
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Die Relegationsrunde um den Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga bleibt umstritten. Eine Initiative sucht den Dialog mit dem DFB.

Mit Viktoria Köln und der SV Elversberg konnten in dieser Saison erneut zwei Regionalliga-Meister nicht in die Dritte Liga aufsteigen, weil sie in der Aufstiegsrunde scheiterten. Für den SV Waldhof Mannheim, den Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest war sogar zum zweiten Mal in Folge in den Aufstiegsspielen Endstation. Zahlreiche Fans fordern ein Ende der Aufstiegsrelegation. In einem offenen Brief lädt eine Initiative den DFB sogar zu Gesprächen ein.

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„Wir möchten Sie – unabhängig von der aktuellen Relegation – einladen, auf uns Fans zuzukommen, wir möchten Sie einladen, mit uns mögliche Szenarien für die Zukunft der Regionalligen in Deutschland zu diskutieren“, heißt es in dem offenen Brief der Initiative Fußball Regionalliga – Meister müssen aufsteigen. „Denken Sie, noch den Anschluss zur Basis, zu uns Fans zu haben?“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Haben Sie einmal die Möglichkeit genutzt, mit betroffenen Spielern, Fans oder Vereinsvertretern zu sprechen? Fans, die Woche für Woche in der Kurve den Fußball leben, den Sie vermarkten? Ohne die der Fußball gar nichts wäre?“

"Gladiatorenspiele im 21. Jahrhundert"

Auch Überlegungen, die drei Aufsteiger in einer gemeinsamen Runde, in der alle Vereine gegeneinander spielen, zu ermitteln, erteilt die Initiative eine Abfuhr: „Das sind Gladiatorenspiele im 21. Jahrhundert; ein Spektakel für den Fußball, wenn aus 91 Mannschaften drei Glückliche auserkoren werden sollen, den oberen 56 anzugehören. Der Profifußball verkommt so zu einer geschlossenen Gesellschaft.“

In den Augen vieler Fans muss sich daran schleunigst etwas ändern. „Ihre Überlegungen müssen endlich realistische Züge annehmen“, heißt es in dem Brief. Bislang stoßen die Initiatoren mit ihrem Anliegen beim DFB jedoch offenbar auf taube Ohren. So habe der Verband zahlreiche E-Mails sowie die Übergabe von mehr als 17.000 Unterschriften einer Online-Petition schlicht ignoriert. Dennoch betonen die Fans, weiterhin gesprächsbereit zu sein. „Gemeinsam können wir das schaffen! Sie können ein Zeichen setzen und zur Deeskalation beitragen.“

Auch der im Revier bekannte Ex-Profi Achim Weber hat sich nach dem Scheitern der Kölner Viktoria klar zum Thema Relegation positioniert. Der ehemalige Manager des Wuppertaler SV ruft alle Regionalligisten zum Boykott gegen den DFB auf. Den genauen Wortlaut seiner Stellungnahme gibt es hier:

Autor: Fanzeit

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