25.05.2017

Kreispokal

Herne setzt sich Krone nach irrem Spektakel auf

Foto: Arthur Makiela

Die Meisterschaft in der Westfalenliga hatte Westfalia Herne schon erreicht. Nach dem Aufstieg in die Oberliga Westfalen wollte der Klub auch den Kreispokal einfahren.

In einem irren Finale gegen den Bezirksligisten Wacker Obercastrop hat das auch geklappt für die Mannschaft von Trainer Christian Knappmann.

Der Ex.Profi betonte vor dem Spiel: „Die Jungs haben gefeiert, dass wir das Ziel erreicht haben. Für mich ist immer der Spieltag ein Feiertag.“ Daher überließ der ehemalige Essener auch vor diesem Spiel gegen den klassentieferen Klub nichts dem Zufall. Der Gegner wurde beobachtet, die Mannschaft perfekt auf den Kontrahenten eingestellt.

Trotzdem wurde es richtig spannend, nach 120 Minuten stand es 2:2, erst im Elfmeterschießen konnte sich Herne im heimischen Stadion die Krone durch den 7:6-Erfolg aufsetzen. Dementsprechend sahen die Zuschauer ein packendes Spiel, nachdem Herne erstmals seit 2008 wieder ein Kreispokal-Finale erreichen konnte.

Zum Spielverlauf: Der Gast ging kurz vor der Pause durch Maik Bothe überraschend in Führung. Herne glich in der 58. Minute durch Maurice Kühn aus. So stand es auch nach 90 Minuten, daher ging es in die Verlängerung. Hier brachte Kühn die Gastgeber mit seinem zweiten Treffer in der 98. Minute in Führung. Das in Unterzahl, nachdem Herne in Minute 77 eine Ampelkarte kassiert hatte. In der 120. Minute dann noch ein Platzverweis, diesmal gegen Obercastrop. Damit war das Spiel aber immer noch nicht erzählt. Denn der Bezirksligist schaffte das, womit niemand mehr gerechnet hatte. Den Ausgleich in der 124. Minute durch Manuel Backes.

Das Momentum war auf der Seite des Underdogs, doch im Elfmeterschießen siegte der Favorit am Ende knapp mit 7:6. Während Herne durch Kühn, Fatmir Ferati, Fatlum Zaskoku, Kevin Steuke und Justin Klein alle fünf Strafstöße verwandeln konnte, hielt Hernes Keeper David Wassmann einen Strafstoß des tapfer kämpfenden Bezirksligisten. Der Rest war Jubel bei den Hernern, die das Double in der Saison 2016/17 feiern durften.

Autor: Christian Brausch

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