Alemannia Aachen

"Es liegt nicht am Trainer"

Krystian Wozniak
09. November 2015, 13:47 Uhr

Foto: Tillmann

Bei der Aachener Alemannia will es einfach nicht laufen. Nach dem 2:0-Erfolg über Rot-Weiss Essen hatten viele Fans gehofft, dass der Knoten endlich wieder geplatzt sei.

Klarer Fall von: Denkste! Am Sonntag gab es für die Kaiserstädter beim 1:3 in Düsseldorf den nächsten Rückschlag. Die Niederlage bei der Fortuna-Reserve war bereits die sechste Pleite in den vergangenen neun Spielen. Dem gegenüber stehen nur zwei Siege und ein Unentschieden. "Wir haben aktuell einfach keine Konstanz. Woran das liegt, ist schwer zu sagen. Uns fehlen einfach die Stabilität in der Defensive und die Durchschlagskraft in der Offensive. Wir müssen wieder da hinkommen, wo wir am Anfang der Saison waren. Im Training läuft alles wie geschmiert und in den Spielen enttäuschen wir", findet [person=5256]Jerome Propheter[/person] im Gespräch mit RevierSport klare Worte.

Der 1,92-Meter große Schlacks, der vor der Saison vom Innenverteidiger zum Sechser umfunktioniert wurde, sah aufgrund einer Gelbsperre das Spiel in Düsseldorf von der Tribüne aus. Nach den Samstags-Ergebnissen hatten die Aachener gehofft, mit einem Sieg in der Landeshauptstadt wieder näher an die Spitzenplätze heranzurücken. Doch die rund 700 mitgereisten Fans wurden einmal mehr enttäuscht. "Immer wenn für uns die Tür ein wenig aufgemacht wird, dann schlagen wir sie wieder zu", ärgert sich der 26-jährige Propheter. Auch wenn die Alemannia aktuell elf Punkte hinter Spitzenreiter Sportfreunde Lotte zurückliegt, gibt es laut Propheter keine zwei Meinungen, wohin der Blick der Aachener geht: "Wir sind Alemannia Aachen. Sollen wir da in der 4. Liga herum erzählen, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz belegen wollen? Nein! Klar, möchten wir oben mitspielen und da fehlen uns aktuell einige Punkte."

In den nächsten Spielen geht es aber unter anderem gegen die Spitzenteams Viktoria Köln und Sportfreunde Lotte und da wollen sich die Aachener einige verlorene Punkte zurückholen. "Wir müssen beide putzen", lautet Propheters klare Ansage.

Diese Parolen haben die treuen Alemannia-Fans schon oft genug gehört und anscheinend so langsam genug davon. Die Kritik an Trainer Christian Benbennek, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 besitzt, wird immer lauter. Propheter bricht eine Lanze für den Fußballlehrer. "An unserem Trainer liegt es nicht. Er reißt sich hier Tag für Tag den Arsch auf. Wir stehen auf dem Platz und in der Verantwortung. Wir wollten die Schuld nicht bei anderen, sondern nur bei uns als Team suchen. Es ist doch klar, dass die Fans unzufrieden sind. Das alles kann ich ja nachvollziehen. Aber man sollte nicht immer nur auf den Trainer zeigen. So ist aber leider dieses Geschäft. Ich kenne andere Klubs wie Rot-Weiss Essen, in denen seit dem ersten Spieltag auf den Trainer gezeigt wird. So etwas bringt doch keinen weiter. Wir müssen weiter hart arbeiten und einfach zu der Form des Saisonbeginns finden", betont Propheter.

Autor: Krystian Wozniak

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