23.12.2013

Westfalenpokal

"Alles neu" in der Saison 2014/15

Einmal in der DFB-Pokal-Hauptrunde die Stars des FC Bayern oder von Schalke 04 herauszufordern - das ist wohl für fast alle Amateure ein ganz großer Traum.

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) beflügelt diese Träume. Denn der Westfalenpokal bekommt zur Saison 2014/15 ein neues Gesicht - wobei: Der Wettbewerb als solcher verändert sich im Prinzip gar nicht, die sogenannten "Durchführungsbestimmungen" haben die Funktionäre aber gründlich umgekrempelt. Und das hat enorme Auswirkungen.

RevierSport nennt und erläutert die wichtigsten Neuerungen zur kommenden Spielzeit:

1. Der Meister der Oberliga Westfalen ist direkt für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert.

Damit wertet der FLVW die Oberliga Westfalen, erklärtes "Premiumprodukt" des Verbands, noch einmal auf. Die Ausnahmeregelung, dass das Teilnahmerecht nacheinander auf die nächstplatzierte Mannschaft in der Oberliga übergeht, falls eine zweite Mannschaft Meister wird, könnte schon im ersten Jahr zur Anwendung kommen: Aktuell hat Bielefelds U23 zehn Punkte Vorsprung vor der Spvgg. Erkenschwick.

2. Die DFB-Pokal-Teilnahme ist nicht mehr so lukrativ

Zumindest nicht für den Verein, der das große Los zieht. Denn die Hälfte der Einnahme von 100.000 Euro (vom DFB gezahltes Fernsehgeld an alle Erstrunden-Teilnehmer) müssen die beiden Teilnehmer (Verbandspokalsieger und Oberliga-Meister) an einen Solidartopf des FLVW abführen. Das wiederum ist eine gute Nachricht für alle Verbandspokalteilnehmer: Denn an sie werden diese Einnahmen (nach Erfolg gestaffelt) wieder ausgeschüttet.

3. Alle Topklubs nehmen am Westfalenpokal teil

Ab sofort muss kein Regionalligist mehr im Kreispokal erfolgreich sein, um sich so für den Westfalenpokal zu qualifizieren. Neben allen westfälischen Dritt- und Viertligisten der abgelaufenen Saison sind auch die auf den Plätzen zwei bis sechs platzierten Vereine der abgelaufenen Oberliga-Saison automatisch für die Verbandspokalrunde 2014/15 qualifiziert.

4. Meister nehmen am Verbandspokal teil

Alle Meister der zwei Westfalenligen, vier Landesligen und zwölf Bezirksligen sind automatisch für die nächste Westfalenpokal-Saison qualifiziert.

5. Kreispokal-Finalisten haben es schwerer

Die Zeiten in denen die größten Kreise (Bochum, Dortmund, Recklinghausen, Unna-Hamm) bis zu drei Westfalenpokal-Teilnehmer stellten, sind ab sofort vorbei. Jeder Kreis kann nun noch höchsten zwei Teilnehmer stellen. Nach aktuellem Stand werden allerdings 30 Startplätze über die Meisterschafts-Wettbewerbe vergeben. 30 weitere Startplätze gehen an die 30 Kreispokalsieger (oder eventuelle Nachrücker). Bleiben vier Plätze für die Vize-Pokalsieger der größten FLVW-Kreise (nach aktuellem Stand: Dortmund, Bochum, Unna-Hamm, Recklinghausen). Je nach Abschneiden der anderen (Nachbar-)Vereine in der Meisterschaft können jedoch auch Dritt- oder Viertplatzierte Kreispokal-Teilnehmer noch als Westfalenpokal-Teilnehmer nachrücken.

[i]Die genaue Bestimmungen zum Verbandspokal 2014/15 auf den Seiten des FLVW:[/i]
[url]http://www.flvw.de/fussball/senioren/herren/krombacher-pokal/nc.html?cid=1560&did=11786&sechash=33a065c5[/url]

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