Schalke: Jones

Wütender Jones geht auf die Fans los

02. Februar 2013, 18:58 Uhr

Der Trainer hilflos, der Manager bedient und die Spieler außer sich vor Wut: Auf Schalke brennt nach dem peinlichen 1:2 gegen Fürth mal wieder der Baum.

Das Pfeifkonzert der enttäuschten Zuschauer noch in den Ohren, lederte Jermaine Jones in den Katakomben gegen die eigenen Fans los. Was den 31-Jährigen aufbrachte, waren nicht nur die Unmutsäußerungen der königsblauen Anhänger in Richtung ihrer Mannschaft, sondern auch die unverhohlene Aufwartung für einen ehemaligen Schalker Spieler.

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„Nach dem 1:0 müssen wir das Spiel nach Hause bringen, trotzdem kann ich es nicht verstehen, dass die Fans den Asa, bei allen Verdiensten um Schalke, bei seiner Auswechslung so abfeiern und uns so runter pfeifen", polterte Jones. "Das finde ich nicht korrekt. Seit sechs Jahren bin ich hier und wir versuchen, jedes Jahr etwas aufzubauen, egal wie der Trainer heißt, ob Buyo, Mirko Slomka oder jetzt Jens Keller. Wenn du immer wieder runter gemacht wirst, muss man sich nicht wundern, wenn hier keiner vor Selbstvertrauen strotzt", führte der Mittelfeldspieler weiter aus.

Jones' offene Kampfansage an die Kurve fand allerdings nicht nur Zustimmung. Manager Horst Heldt widersprach dem "Aggressive Leader", wohl auch, um neben der riesigen Baustelle im sportlichen Bereich nicht auch noch einen erneuten Riss zwischen Profis und Fans zu ziehen. "Ich habe dazu eine andere Meinung als Jermaine", hob Heldt an, um zu erklären: "Gerald hat sich viele Verdienste um den Verein erworben, das haben die Zuschauer tadellos gemacht. Auch die anderen Reaktionen des Publikums waren völlig zurecht", gab der 42-Jährige wohltuend ehrlich zu. "Das Ergebnis ist eine Katastrophe und einfach beschämend."

"Asa" selbst war vom Empfang in der Arena geplättet. "Ich habe mit Schalke sehr viel erlebt, aber dass es so kommen würde, hätte ich nicht im Traum erwartet", gab der S04-Publikumsliebling zu. "Schon als ich in die Arena eingelaufen bin, habe ich gedacht. Was ist denn hier los?"

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Von dem besonderen Lebensgefühl in seinem Ex-Klub versuchte er so viel wie möglich an seine jetzigen Fürther Mannschaftskollegen mitzugeben. "Vor dem Spiel habe ich jedem Mitspieler gesagt, dass sie diesen Tag auf Schalke genießen sollen, doch dass wir hier gewinnen würden, hat selbst von uns keiner erwartet. Mann, wie geil ist das denn? Jetzt kann ich endlich wieder Zeitung lesen!"

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