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RWE - Straelen
Neidhart ohne Rachegelüste - Zedi voller Vorfreude

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RWE - Straelen: Neidhart ohne Rachegelüste - Zedi voller Vorfreude
Foto: Thorsten Tillmann

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen erwartet am Freitagabend (19.30 Uhr, RevierSport-Liveticker) den SV Straelen. An diesen Gegner hat RWE keine guten Erinnerungen.

Es war der 19. Mai 2021, als der SV Straelen sehr überraschend den Niederrheinpokalfinal-Einzug bei Rot-Weiss Essen feierte. 6:4 siegte Straelen gegen RWE, das in der vergangenen Saison bis ins DFB-Pokal-Viertelfinale kam, nach Elfmeterschießen.

Drei Monate später, am 20. August 2021, treffen RWE und Straelen wieder aufeinander. Diesmal geht es um Regionalliga-Punkte am 2. Spieltag der Saison 2021/2022. Essen gewann zum Start 3:0 gegen Bonn, Straelen besiegte Ahlen mit 3:2.

Große Vorfreude bei Rudi Zedi

"Wir fahren mit viel Freude nach Essen. Das wird für die Jungs ein Highlight. Knapp 7000 Fans werden ja erwartet. Auch für mich als gebürtiger Essener ist das ein schönes Spiel. Auf so ein Ding kannst Du dich als Fußballer nur freuen", sagt Rudi Zedi, Sportchef der Straelener.

Und: wird der SV Straelen RWE wieder überraschen? "Ich habe das Spiel damals beobachtet. Da hat alles gepasst. Mal schauen, was jetzt gehen wird. Wenn RWE uns Räume bietet, dann werden wir versuchen diese auszunutzen", antwortet Ex-Profi Zedi, der vor dem RWE-Spiel noch zwei neue Leute an der Römerstraße präsentierte.

Neidhart erwartet ein richtig gutes Regionalliga-Team

RWE-Trainer Christian Neidhart verspürt auch richtig große Lust, wenn er an Freitag denkt. "Endlich können wieder einige tausende Rot-Weisse ihre Mannschaft live erleben und das Team auch seine Fans. Das freut doch jeden", sagt er.

Von Revanche oder Rache will der 52-jährige Fußballlehrer, der beim 3:0 in Bonn sein 50. Pflichtspiel - 35 Siege, neun Remis, sechs Niederlagen - als RWE-Coach feierte, nichts hören. "Das damalige Spiel ist längst abgehakt. Es gibt keine Rachegelüste. Die Kader sind unterschiedlich und wir befinden uns in einer neuen Saison", betont Neidhart.

Und die Mannschaft seines Gegenübers Benedict Weeks befindet der Essener Fußballlehrer für richtig gut: "Sie haben schon gegen Ahlen gezeigt, was sie drauf haben. Mal schauen, wie sie bei uns auftreten werden. Mit Kevin Wolze auf der Sechs haben sie auch einen Spieler, der Regie führen kann. Straelen gehört sicherlich zu den unangenehmeren Aufgaben in der Liga."

RWE mit viel Selbstvertrauen

Doch natürlich weiß Neidhart auch um die Stärke seiner eigenen Mannschaft und will vor allem an der heimischen Hafenstraße nach dem Auswärtsdreier in Bonn nachlegen. Bei diesem Unterfangen werden David Sauerland und Michel Niemeyer nicht mithelfen können. Beide plagen sich noch mit ihren Verletzungen herum. Auch hinter dem Einsatz von Kevin Holzweiler, der in Bonn den Fingernagel eines BSC-Akteurs ins Auge bekommen hat, steht ein dickes Fragezeichen. Der Flügelflitzer konnte bis Mittwoch noch nicht trainieren.

Dass am Mittwoch eine Bombenentschärfung in Essen-Bergeborbeck den Trainingsbetrieb an der Hafenstraße störte, empfindet Neidhart nicht als großes Problem. Neidhart: "Da können wir ja nichts machen. Ich hoffe, dass da niemandem etwas passiert und die Bombe sicher entschärft wird. Wir haben eine etwas kürzere Einheit absolviert und werden uns am Donnerstag noch einmal intensiver auf Straelen vorbereiten. Ob wir dann am Freitag nochmal anschwitzen werden, entscheiden wir kurzfristig."

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Anton Leopold 2021-08-19 09:01:59 Uhr
Dass Holzweiler nicht spielen kann, ist eine sehr schlechte Nachricht. Holzweiler und Young in der derzeitigen Form ruinieren Matchpläne der Gegner, die darauf hinauslaufen, Räume im Mittelfeld zu verstopfen, keine Lücken für Steilpässe zu lassen, RWE dadurch zu zwingen, hintenrum zu spielen und Meter um Meter nach vorne zu locken, um dann mit Diagonalpässen oder Lupfern zu kontern und zuzuschlagen. Primitiv aber effektiv, wie wir in der vergangenen Saison mehrmals leidvoll erfahren mussten.
Mit Young und Holzweiler wird das Spiel hingegen so breit, dass es für den Gegner im Mittelfeld nicht mehr passt - das konnte man in Bonn gut sehen. Sie sind eben keine Spieler wie Endres oder Dorow, die zwar den Ball halten und passen können, von denen aber keine Gefahr ausgeht. Holzweiler und Young können selbst abschließen und Engelmann bedienen, das ist der Unterschied. Eine halbe Stunde klappte das Lauf- und Tretspiel der Bonner, dann kombinierten Heber, Holzweiler (clever!) und Engelmann und das Spiel war mit dem 0:1 für RWE im Prinzip entschieden. Die folgende Tätlichkeit des Bonners gegen Holzweiler war ein reines, rotwürdiges Frustfoul, sonst nichts. Ärgerlich für ihn und für uns.

Kefkir dürfte noch gesperrt sein. Was nun?
Vielleicht erleben wir ein 4-4-2 von Anfang an (glaube ich leider nicht). Vielleicht kommt einer der jungen Wilden wie Voelke ins Spiel.

RWE wird Straelen nicht auf die leichte Schulter nehmen.
boh 2021-08-19 09:47:32 Uhr
Anton, einfach Janjik von Anfang an auf die 10 direkt vor Engelmann.
Und Plechaty dafür weiter vorne rechts.
Hinten Heber rechts in der Dreierkette.
Labernich 2021-08-19 10:13:56 Uhr
Young sehe ich auch als ganz wichtigen Spieler, bringt immer Unruhe für den Gegner und baut Druck auf. Sein Einsatzwille ist unglaublich.
Ronaldo20 2021-08-19 12:29:16 Uhr
Unser Trainer wird schon wissen was zumachen ist dafür haben wir genug Alternativen geholt

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