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Gladbach II - WSV 0:2
Runge-Raus-Rufe bei neuer Zeitrechnung

WSV: 2:0! Eine neue Zeitrechnung hat begonnen

Was für eine turbulente Woche in Wuppertal: Achim Weber? Entlassen! Markus Bayertz? Entlassen! Thomas Richter? Zum Saisonende weg!

Thorsten Hesse? Kündigt zum 31. Mai! Fan-Radio? Eingestellt! Bei diesem Chaos muss die Mannschaft noch vier Saisonspiele absolvieren, bis ab der kommenden Spielzeit laut WSV-Präsident Friedhelm Runge eine neue „Zeitrechnung“ eingeschlagen wird.

Gladbach II: Blaswich – Schumacher (66.Kacar), Dams, Heubach, Schaaf – Tobor, Bastürk (66.Heupt) – Korb, Dowidat – Platzek, Podszus (53.Kachunga). WSV: Samulewicz – El Hammouchi, Haas, Zinke, Moosmayer – Schattner (60.Heppke), Großkreutz – Pagano, Holt – Assauer (79.Zent), Kastrati (88.Keita-Ruel). Tore: 0:1 Assauer (39.), 0:2 Holt (51.). SR: Nikolaus Athanassiadis (Frechen). Z: 444.

Vielleicht hat diese aber auch schon am vergangenen Samstag begonnen. Immerhin gelang es dem WSV endlich wieder für sportlich positive Schlagzeilen zu sorgen. Die Wuppertaler siegten vor 444 Zuschauern beim bisherigen Tabellenzweiten der Liga Borussia Mönchengladbach II mit 2:0 (1:0). „Diese Woche ist an keinem einfach so vorübergegangen. Sicherlich auch nicht an den Spielern. Doch dafür hat die Mannschaft gegen eine starke Mönchengladbacher Reserve eine professionelle Leistung an den Tag gelegt. Mein Team hat ein Kompliment verdient“, resümierte Michael Dämgen, der ebenfalls eine harte Woche hinter sich hatte, nicht wenige hatten mit einer Entlassung des WSV-Trainers spekuliert. Dämgen: „Mich haben die Ereignisse auch überrascht. Vor allem, weil es plötzlich sehr schnell ging. Doch ich habe mir um meine Person keine Gedanken gemacht, denn der Präsident hat mir in den Gesprächen immer wieder versichert, dass man weiter mit mir plant.“

Die Spieler deren Verträge auslaufen, wie Tom Moosmayer, Bekim Kastrati, Silvio Pagano, Michael Holt und Co. wissen noch nicht, ob sie der neuen „Zeitrechnung“ des WSV angehören werden, doch in Mönchengladbach haben sich zumindest einige für eine Weiterbeschäftigung bei den Rot-Blauen empfohlen. Zuerst traf Jerome Assauer (39.) zur WSV-Führung, bevor Holt (51.) mit einem 25-Meter-Traumtor das 2:0 und schließlich den Endstand besorgte. Dämgen: „Zuvor hatte uns Sascha Samulewicz zwei, drei Mal hervorragend im Spiel gehalten. Insgesamt bin ich zufrieden.“

Der Erfolg am Niederrhein erfreute auch die wenigen mitgereisten WSV-Fans, doch an der Gemütslage bei den Anhängern wird dies zunächst nichts ändern. Denn unter den knapp 80 mitgereisten WSV-Fans waren vereinzelte Runge-Raus-Rufe auf der Stehplatztribüne nicht zu überhören – eine gewöhnungsbedürftige Zeitrechnung...

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