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S04 - Manchester 0:2
"Manu" allein reicht nicht gegen ManU

Schalke: "Manu" allein reicht nicht gegen ManU

Trotz einer Weltklasseleistung von Torwart Manuel Neuer ist der Champions-League-Traum von Schalke 04 so gut wie geplatzt. Die Gelsenkirchener unterlagen ManU mit 0:2.

Damit muss S04 am kommenden Mittwoch im "Theater der Träume" Old Trafford auf ein Fußball-Wunder hoffen, um doch noch ins Endspiel am 28. Mai im Wembley-Stadion einzuziehen."Wir haben eine gute erste Viertelstunde gespielt. Aber danach gab es eine Phase, in der wir nicht gut verteidigt haben. Sie kamen fast im Minutentakt vor unser Tor. Wir hatten vor der Halbzeit Glück und einen hervorragenden Torhüter. Bei den Gegentoren haben wir uns taktisch falsch verhalten. Wir sind gegen diesen Gegner ein Stück weit an unsere Grenzen gestoßen", resümierte Ralf Rangnick.

Routinier Ryan Giggs (67.) und Superstar Wayne Rooney (70.) erzielten die Tore für Manchester United, das den deutschen Vizemeister über weite Strecken förmlich an die Wand spielte.

Dennoch dürfte Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson, der am Tag vor dem Spiel ein Interesse seines Klubs an Neuer bestritten hatte, zumindest in diesem Punkt nach den ersten 90 Halbfinal-Minuten ins Grübeln gekommen sein. Bei Großchancen von Giggs (28./45.) und Angreifer Javier Hernández (14./36.) hielt Neuer schon vor der Pause überragend, in zahlreichen weiteren brandgefährlichen Situationen zog er die Bälle ruhig und abgeklärt wie ein Magnet an und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Ferguson zeigte sich vom Schalke-Keeper beeindruckt: "Neuer war unglaublich. Das war wohl die beste Leistung, die ich von einem Torhüter in einem Spiel gegen uns gesehen habe. Wir haben eine Top-Leistung hingelegt. Unsere schnellen Stürmer waren für Schalke ein Problem."

Schalke begann vor 54.142 Zuschauern in der ausverkauften Arena forsch, nach nur 30 Sekunden testete Alexander Baumjohann ManUnited-Schlussmann Edwin van der Sar erstmals mit einem Distanzschuss. Doch danach bekamen die Königsblauen deutlich vor Augen geführt, warum der zweimalige Champions-League-Sieger als haushoher Favorit ins Spiel gegangen war.


ManUnited spielte wie aus einem Guss, schnell, präzise und taktisch diszipliniert. In der dritten Minute forderte Superstar Rooney mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze erstmals Neuer, danach musste der Nationaltorwart häufiger als ihm lieb war sein Können unter Beweis stellen.

Aber Schalke versteckte sich nicht. In einer temporeichen und interessanten Partie überbrückten die Gastgeber immer wieder schnell das Mittelfeld. Mit Ausnahme eines Flachschusses von Jefferson Farfan (9.), der weit am Tor vorbeiging, blieb S04 aber zunächst in der Defensive der Engländer hängen.

Schalke: Neuer - Uchida, Matip, Metzelder, Sarpei (73. Escudero) - Papadopoulos, Jurado (82. Draxler) - Farfán, Baumjohann (53. Kluge) - Raúl, Edu. - Trainer: Rangnick Manchester: van der Sar - Fabio, Ferdinand, Vidic, Evra - Carrick, Giggs - Valencia, Park Ji-Sung (73. Scholes) - Rooney (83. Nani), Hernández (73. Anderson). - Trainer: Ferguson Schiedsrichter: Carlos Velasco Carballo Tore: 0:1 Giggs (67.), 0:2 Rooney (70.) Zuschauer: 54.142 (ausverkauft) Gelbe Karten: Metzelder, Sarpei (2) - Fabio

Auf der Gegenseite ging das Duell Hernández gegen Neuer weiter. In der 21. Minute verfehlte "Chicharito" (die kleine Erbse) das Tor nach einem Schuss aus der Drehung nur um Zentimeter. In der 23. Minute vertändelte Hernandéz den Ball im Strafraum nach einem sehenswerten Konter über Rooney, der überall zu finden war. Zwei Minuten später schoss er aus spitzen Winkel knapp vorbei. Gerade Hans Sarpei auf der linken Schalker Abwehrseite und Kyriakos Papadopoulos im defensiven Mittelfeld hatte bei den schnellen Gegenstößen der Engländer immer wieder große Probleme.

Und Manchester wurde immer stärker. In der 28. Minute stellte Neuer seine Weltklasse unter Beweis, als er einen Kopfball von Giggs gegen die Laufrichtung mit einer Reflexbewegung seiner rechten Hand parierte.

Schalkes Trainer Ralf Rangnick hatte gegen den 18-maligen englischen Meister dieselbe Offensivformation aufgeboten, mit der er bereits beim Viertelfinal-Coup bei Titelverteidiger Inter Mailand (5:2) überrascht hatte. In den Mittelfeldspielern Alexander Baumjohann, José Manuel Jurado und Jefferson Farfan sowie den Angreifern Raúl und Edu bot der Coach gleich fünf Offensivkräfte auf. Der Grieche Papadopoulos räumte als "Sechser" alleine vor der Abwehr auf. Neben Christoph Metzelder spielte in der Innenverteidigung Joel Matip, Benedikt Höwedes (Bauchmuskelzerrung) saß noch nicht mal auf der Bank. ManUnited-Teammanager Sir Alex Ferguson gab auf der rechten Seite dem Ecuadorianer Antonio Valencia,der ein starkes Spiel zeigte, den Vorzug vor dem Portugiesen Nani.

In er zweiten Halbzeit wirbelte Manchester weiter. Nachdem Michael Carrick per Kopf (47.) und Giggs (48.) zwei weitere Großchancenm vergeben hatten, hatte Rangnick ein Einsehen. Er nahm Baumjohann vom Feld und brachte in Peer Kluge Verstärkung für die Defensive. Danach beruhigte sich das Spiel etwas, die Schalker bekamen mehr Sicherheit und mehr Spielanteile. Ein 20-Meter-Schuss von Edu war so etwas wie ein Lebenszeichen - der 40-jährige van der Sar hatte aber keine Probleme.

Ausgerechnet in dieser Phase schlug United eiskalt zu. Rooney passte steil in die Spitze auf Giggs, und der Waliser überwand Neuer zum ersten Mal. Zwei Minuten später machte Rooney das Tor selbst auf Zuspiel von Hernández.

Bester Spieler in einer unter dem Strich chancenlosen Schalker Mannschaft war neben Neuer noch Matip. Rooney, Giggs und Valencia ragten bei den Engländern heraus.

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