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Riesen-Ärger nach geplatztem Möllmann-Transfer

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Mintard: Riesen-Ärger nach geplatztem Möllmann-Transfer
Foto: MaBoSport

Ende März gab David Möllmann (25) seinen Wechsel zum Bezirksligisten Blau-Weiß Mintard bekannt. Dieser Transfer ist geplatzt. Die Mülheimer sind sauer.

Es war ein dickes Ausrufezeichen, das die Blau-Weißen setzten. David Möllmann sollte Mintard ab der kommenden Saison dabei behilflich sein, dem großen Ziel Landesliga-Aufstieg ein gewaltiges Stück näher zu kommen. Der 25-Jährige ist im Oberhausener Amateurfußball eine große Nummer. In der vergangenen Saison führte er den SC 1920 mit unglaublichen 62 Toren zurück in die Bezirksliga. Damit stellte er eine neue Rekordmarke in seiner Heimatstadt auf. In der abgelaufenen Bezirksliga-Saison gelangen ihm 19 Treffer. Zudem schoss er seine Mannschaft zum Pokalsieg.

Nach zwei Jahren am Knappenmarkt hatte sich der offensive Mittelfeldspieler für einen Wechsel nach Mülheim entschieden. Möllmann selbst und Blau-Weiß Mintard bestätigten den Wechsel vor rund neun Wochen gegenüber RevierSport. Dieser Transfer ist nun geplatzt. Der jüngere Sohn des derzeit vereinslosen Kulttrainers Thorsten Möllmann bleibt beim SC 1920 Oberhausen. Offenbar ist er noch zwei Spielzeiten vertraglich an seinen Heimatverein gebunden. Er teilte Blau-Weiß Mintard vor einigen Tagen mit, dass er im Sommer 2016 einen im Amateurfußball äußerst unüblichen Vierjahresvertrag unterschrieben hätte. Als er in Mintard zusagte, hatte Möllmann davon nach Blau-Weiß-Angaben nichts erwähnt.

Mintards neuer Trainer Marco Guglielmi ist von dieser Handlungsweise alles andere als begeistert. "Das sind Machenschaften im Amateurfußball, die ich zutiefst verurteile", poltert der Trainer auf RevierSport-Nachfrage. "Es ist einfach enttäuschend, wie das abgelaufen ist. Sowohl von Seiten des Spielers als auch vom SC 1920 Oberhausen. Über diesen vermeintlichen Vertrag kann ich eigentlich nur schmunzeln."

Möllmann: Schuld liegt alleine bei Blau-Weiß Mintard

Auch Möllmann hat sich zu dieser Angelegenheit geäußert. Die Schuld für den nicht realisierten Wechsel liege nicht bei ihm, sondern einzig und allein bei Blau-Weiß Mintard: "Ich habe keinen Rückzieher gemacht. Mintard ist ganz alleine schuld daran, dass der Transfer nicht zustande gekommen ist. Mintard kann oder will die Summe nicht bezahlen. Deswegen hat es nicht geklappt. Alles andere ist gelogen."

Bei der "Summe" handelt es sich nicht alleine um die bei Wechseln übliche Ablösesumme. Zusätzlich zu den für einen Transfer innerhalb der Bezirksliga veranschlagten 750 Euro verlangte Möllmanns Verein SC 1920 Oberhausen einen Betrag, der offenbar bei Vertragsunterschrift vor zwei Jahren an den Spieler geflossen war. Dieses Geld wollte Mintard nicht bezahlen, da Möllmann nach Angaben der Mülheimer keinen offiziellen Vertrag nach DFB-Statuten besaß und sich der aufnehmende Verein nicht verpflichtet sah, für Abmachungen zwischen dem Spieler und seinem Ex-Klub aufzukommen.

Mindestens genauso ärgerlich wie die Umstände sind für Blau-Weiß-Trainer Guglielmi die sportlichen Konsequenzen dieser Wechsel-Posse. Denn Möllmann hätte die Mannschaft mit seiner fußballerischen Klasse freilich bereichert. "David wäre ein Eckpfeiler unseres Teams gewesen. Das ist ganz klar. Einigermaßen gleichwertigen Ersatz bekommen wir zu diesem späten Zeitpunkt nicht mehr. Das ist wirklich mehr als ärgerlich."

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