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Niederrheinpokal
Riesen-Jubel bei RWO, großer Fan-Frust beim MSV

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Foto: Micha Korb.
Foto: Micha Korb

Das Derby zwischen Rot-Weiß Oberhausen und dem MSV Duisburg bot fast alles, was das Fußballherz begehrt. Nach dem Schlusspfiff konnte aber nur ein Verein jubeln.

Freitagabend, Flutlicht und ein Pokalspiel zwischen zwei Traditionsvereinen. In der zweiten Runde des Niederrheinpokals trafen Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen und Drittligist MSV Duisburg im Stadion Niederrhein aufeinander. Zuletzt fand diese Partie vor über fünf Jahren – im Mai 2017 – statt. An gleicher Stelle unterlag RWO im Halbfinale dem Favoriten aus Duisburg klar und deutlich mit 0:3. Damals pilgerten 7509 Fans ins Stadion.

Dieses Mal wurde die Zuschauerzahl übertroffen, obwohl beide Mannschaften in der Liga zuletzt schwächelten. Insgesamt waren am Freitagabend 9727 Fans live mit dabei. Die Kulisse sah einen 2:1-Erfolg des Außenseiters. RWO spielte mutiger, war galliger und verdiente sich das Pokal-Weiterkommen gegen die Zebras.

Wenn wir sehen, wie viele Leute ins Stadion kommen, um uns zu unterstützen, das ist der absolute Wahnsinn. Da sieht man, was für eine Power im Verein stecken kann.

Nils Winter.

Nach dem Spiel hätte die Gemütslage bei beiden Fanlagern unterschiedlicher nicht sein können. Die Oberhausener Spieler feierten minutenlang mit dem eigenen Anhang den Pokal-Coup – mit einer Ehrenrunde im Stadion inklusive. Diese Atmosphäre und Feierlichkeiten beeindruckten auch die Akteure auf dem Platz. Nils Winter, der Torschütze zum 1:0, schwärmte anschließend: "Das sind genau die Momente, wofür wir Fußball spielen. Wenn wir sehen, wie viele Leute ins Stadion kommen, um uns zu unterstützen, das ist der absolute Wahnsinn. Da sieht man, was für eine Power im Verein stecken kann. Kompliment."

Ganz anders war die Stimmung beim MSV. Kein Wunder: Duisburg scheiterte nach Wuppertal (2021, 2:6) und Straelen (2022, 0:1) zum dritten Mal in Folge im Niederrheinpokal bei einem Regionalligisten. Die Mannschaft erntete von den rund 5000 mitgereisten Duisburgern dafür nach dem Abpfiff ein lautstarkes Pfeifkonzert. Auch einzelne "Absteiger"-Rufe aus dem MSV-Block waren zu hören. Nach einem ordentlichen Saisonstart ist die Stimmung nach drei Niederlagen in der Liga und dem Pokal-Aus nun endgültig gekippt. Die Truppe von Coach Torsten Ziegner benötigt schnellstmöglich ein Erfolgserlebnis – am besten beim kommenden Heimspiel gegen den Halleschen FC (01. Oktober, 14 Uhr).

Bis dahin werden die Fans hoffen, dass Kapitän Moritz Stoppelkamp wieder zur Verfügung steht. Der Unterschiedsspieler des MSV musste in Oberhausen wegen muskulären Problemen passen. In der Liga war der 35-Jährige an 73 Prozent der Tore direkt beteiligt. Ohne ihn fehlen offensiv die Ideen und die Durchschlagskraft.

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