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Ein neues MSV-Kapitel in Bielefeld

Foto: Firo

Der Erfolg im Pokalspiel spielt für MSV-Trainer Torsten Lieberknecht beim zweiten Auftritt in Bielefeld innerhalb weniger Wochen nur noch eine untergeordnete Rolle. Beim Gegner ist das etwas anders.

Eine Tabelle sagt viel aus – aber bei weitem nicht alles. Am Freitagabend spielt Fußball-Zweitligist MSV Duisburg um 18.30 Uhr auf der Alm bei Arminia Bielefeld. Die Gastgeber nehmen derzeit mit 13 Punkten Platz 14 ein. Die Zebras haben drei Zähler weniger auf dem Konto und rangieren auf dem Relegationsplatz 16. Trotzdem: Mancher Bielefelder würde derzeit gerne mit den Duisburgern tauschen.

Die Meidericher haben das geschafft, worauf die Bielefelder seit Wochen hoffen. Sie haben den Bock umgestoßen, der nunmehr auf der Alm in Ostwestfalen grast. Unter dem neuen Trainer Torsten Lieberknecht schafften die Zebras zuletzt die Wende und stellten in den vergangenen Wochen den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen wieder her.

Die Arminia holte vor der Länderspielpause mit dem 1:1 in Ingolstadt nach fünf Liga-Niederlagen in Folge einen Punkt, der aber noch nicht als Befreiungsschlag galt. Inmitten der Krise setzte es vor gut drei Wochen noch die 0:3-Heimniederlage im Pokal gegen den MSV, der heute nun erneut in der Schüco-Arena aufkreuzt.

Beide Klubs gehen mit dem Pokalspiel, bei dem der MSV in der ersten Halbzeit mit einer überraschend deutlichen Dominanz bestach, unterschiedlich um. Die Bielefelder brennen auf Revanche und Wiedergutmachung. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht will sich mit dem Pokal-Coup gar nicht mehr so intensiv befassen. „Wir bereiten uns diesmal anders als auf das Pokalspiel vor“, sagt der 45-Jährige. Um die Sinne zu schärfen, kann es klug sein, den früheren Erfolg auszublenden, um für die neue Aufgabe bereit zu sein.

Dreierkette als Option für den MSV Duisburg

Lieberknecht machte sich in den letzten Tagen viele Gedanken um die Taktik. Und dabei ging es nicht nur um die eigene. Wie will Bielefeld den Bock umstoßen? Mit einer Viererkette in der Abwehr? Oder vielleicht doch mit einem Trio in der Defensive? Ein MSV-Spion schaffte es, beim Geheimtest der Bielefelder gegen Lieberknechts-Ex-Klub Eintracht Braunschweig während der Länderspielpause über den Zaun zu schauen. Da operierte Arminen-Trainer Jeff Saibene mit einer Dreierkette.

Die probierte Lieberknecht mit seinen Jungs ebenfalls aus – allerdings unter Einschluss der Öffentlichkeit beim Test gegen Osnabrück. „Das ist eine Option“, sagt der Trainer, lässt aber offen, ob die Variante schon für das Bielefeldspiel greifen kann.

Daschner im Aufgebot der Zebras

„Das wird wieder eine Taktikschlacht“, schlägt Lieberknecht die Brücke zu seinem Debüt als MSV-Cheftrainer, als er mit einigen taktischen Finessen dem Erstliga-Aspiranten 1.?FC Köln beim 2:1-Sieg drei Punkte abknüpfte. Damals variierte die Ausrichtung der Zebras während der Begegnung gleich mehrfach.

Was heute im Vergleich zum Pokalspiel auch anders sein wird: Cauly Oliveira Souza, der im Oktober mit einer starken Aktion einen Treffer erzielte, fällt diesmal mit einem Muskelfaserriss aus, kann aber womöglich bereits in der kommenden Woche auf den Trainingsplatz zurückkehren.

Da die Verletztenliste der Duisburger in den vergangenen Wochen länger wurde, wird Mittelfeldspieler Lukas Daschner diesmal eine andere Rolle einnehmen. Beim Pokalspiel stand er im Fanblock und feuerte seine Kollegen mit an. Heute Abend wird er Dienstkleidung tragen und im Aufgebot stehen.

Autor: Dirk Retzlaff

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