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MSV: Gruevs Inspiration
Perthel macht es besser als Messi

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MSV: Gruev lässt sich von Barcelona inspirieren

Ausgelassene Stimmung beim MSV Duisburg. Die gesamte Mannschaft stürmte den Zaun vor der Fankurve, die Anhänger feierten minutenlang ihre Zebras.

Spätestens nach dem 2:1 (1:1)-Sieg gegen das Kellerkind aus Sandhausen ist klar: Der MSV bleibt in der Zweiten Liga. Aus der SLR-Arena berichten

Duisburg feierte aber nicht nur den vorzeitigen Klassenerhalt, der mit nunmehr 36 Punkten so gut wie sicher ist, sondern auch sich selbst. Denn um 14.01 Uhr fegte ein Hauch Champions-League-Luft durch die Arena. Die Szenerie erinnerte an das Finale in der Königsklasse 2011 zwischen Barcelona und Manchester. Xavi passte einen Eckball flach auf den Elfmeterpunkt, dort wartete völlig frei Lionel Messi, der die Kugel dann aber nicht richtig traf.


Auch wenn der Erfolg für den Weltfußballer in dieser Situation ausblieb, war Ilia Gruev, der in Meiderich für das Training der Standards zuständig ist, von dieser Variante begeistert und stellte sie dem Team vor: „Ich habe die Jungs gefragt, ob sie das auch mal machen wollen“, berichtete der Fuchs des ruhenden Balles. Gruev erhielt von der Mannschaft sofort Zustimmung: „Das sieht einfach aus, aber es erfordert viel Übung und Teamarbeit, was zum Glück funktioniert hat, weil wir auch dran geglaubt haben.“

Daniel Brosinski machte den Xavi, passte das Leder von links flach in die Mitte, dort stand Timo Perthel völlig frei und besorgte anders als Messi das 1:0. „Die Variante hat im Training nie geklappt“, gab der Torschütze zu: „Ich war überrascht, dass der Ball so gut zu mir durchgekommen ist, denn der Platz war eine Katastrophe. Zum Glück hatte der Gegner das nicht auf dem Schirm.“

Das wiederum ärgerte SV-Coach Hans-Jürgen Boysen, der mit ansehen musste, wie seine Hintermannschaft düpiert wurde: „Normalerweise sind wir auf Standards der Gegner gut vorbereitet. Wir haben auf einen Kopfball gelauert und dann total geschlafen. Das war katastrophal.“ Kosta Runjaic lachte sich derweil ins Fäustchen: „Ilia hat das mit den Jungs super einstudiert.“

Die kuriose Eckballvariante bewies zudem, dass der MSV in den letzten Monaten zu einem ernst zu nehmenden Gegner gereift ist, der vor Selbstvertrauen strotzt. Kein Wunder, denn nach dem dritten Sieg in Folge besteht nun Planungssicherheit für Liga zwei.

Kosta Runjaic wie Matthias Sammer

„Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition, aber noch nichts erreicht“, trat Runjaic auf die Euphoriebremse. Der Fußballlehrer schob in der Manier von Matthias Sammer nach: „Wir dürfen nicht abheben und meinen, dass wir durch sind. In Frankfurt erwartet uns eine brutal schwere Aufgabe.“

Eventuell wäre der Trainer zufriedener gewesen, wenn seine Elf das 1.000 Zweitligator des MSV erzielt hätte, aber Timo Perthel und Branimir Bajic markierten „nur“ die Treffer 998 und 999. Chancen, das historische Ding zu erzielen, waren da, wurden aber leichtfertig vergeben. Doch anders als noch in der Hinserie wurden die Aussetzer in der Offensive nicht mit dem Ausgleich bestraft.

Runjaic, der bei seinem Amtsantritt mit dem Erreichen des Relegationsplatzes zufrieden gewesen wäre, zeigte sich dann aber doch noch zuversichtlich: „Wir wollen das Bestmögliche aus dieser Saison machen. Alles, was nach dem Klassenerhalt kommt, ist eine Sensation. Und vielleicht gelingt uns beim FSV ja dann auch das 1.000 Tor.“ Vielleicht ja auch durch eine ungewöhnliche Standardvariante. Gruev grinste schlemisch: „Ich habe noch einige in petto.“

MSV: Jovanovic bleibt ein Zebra
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