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RWO: 3:0 gegen Bielefeld
Lamidi mit überragendem Comeback

RW Oberhausen: 3:0! Arminia abgeschossen

RW Oberhausens Coach Hans-Günter Bruns hatte auf diese Reaktion seiner Kleeblätter gehofft. Sicher sein konnte man sich aber nach den letzten Wochen nicht.

Dementsprechend groß war die Erleichterung auf Seiten der Oberhausener nach dem klaren 3:0-Sieg über die Bielefelder Arminia. Zuvor war RWO sechs Mal in Folge sieglos geblieben, nur einen Punkt konnte man in dieser Zeit einfahren.

Und dann dieser Befreiungsschlag einer Elf, die angeführt vom überragenden Moses Lamidi, nach den vielen Rückschlägen der letzten Wochen den Ausweg in der Flucht nach vorne sah. Denn Verteidiger gab es kaum noch, dementsprechend gab es nur einen Weg, wie auch Felix Luz einräumte. „Ich bin ein Spieler, der die Flucht nach vorne suchen will. Der Trainer hat auch gesagt, ganz egal was kommt, die putzen wir weg. Und das haben wir gemacht."

Wobei es den Start nach Maß gab, denn die Oberhausener nutzten gleich die ersten beiden Chancen durch Oliver Petersch und eben Luz, sodass die Entwicklung der Partie schon nach knapp 20 Minuten abzusehen war. Daher musste auch Gäste-Trainer Ewald Lienen die Niederlage neidlos anerkennen. „Da kann man nicht drumrumreden. Wir haben verdient verloren. Wir haben in den ersten 25 Minuten nicht den Kampf an den Tag gelegt, der für uns die Basis zum Klassenerhalt sein muss. Vor dem frühen 0:1 gab es eine Fehlerkette, die passiert, wenn man nicht bis in die Haarspitzen motiviert ist.“

Eine Eigenschaft, die man auf Oberhausener Seite diesmal keinem Kicker absprechen konnte. Die Folge waren die beiden frühen Tore und nach dem Wechsel und das entscheidende 3:0 durch Lamidi, über den Bruns sagte. „Er hat uns in den letzten Wochen sehr gefehlt. Man konnte am Freitag erkennen, warum. Er tut unserem Spiel einfach super gut.“ Und er belohnte sich am Ende für eine herzerfrischende Leistung. Wobei Kapitän Benny Reichert nach dem Abpfiff betonte. „Man sollte uns jetzt nicht zu hoch loben, denn durch das frühe Tor war es wirklich einfacher. Und da müssen wir nun in Karlsruhe anknüpfen."

Wobei das Personalpuzzle sich weiter drehen könnte. Zwar kommen die gegen Bielefeld gesperrten Fabian Hergesell und Marinko Miletic zurück, dafür verletzte sich Heinrich Schmidtgal ohne Fremdeinwirkung vor der Pause, als er auf dem nassen Rasen ausrutschte. Nach dem Match betonte er, dass „die Außenseite des Knies schmerzt.“

Luz mit hellseherischen Fähigkeiten

Luz machte ihm Mut. „Es wäre bitter, wenn wir noch einen Knieverletzten hätten. Aber Schmiddi hat eine gute Muskulatur, daher bin ich sicher, dass es halb so wild ist.“ Und damit zeigte er hellseherische Fähigkeiten, denn bereits kurz nach dem Spiel gab es Entwarnung. Schmidtgal zog sich „nur“ einen Bluterguss im Knie zu und muss nicht länger pausieren. Ein Mitwirken gegen den KSC in einer Woche ist dennoch fraglich.

Zurück zum Auftritt gegen Bielefeld: Da gab es mit Musa Celik, Daniel Embers oder Thomas Schlieter drei weitere Kicker, die nach langer Zeit mal wieder Spielminuten sammeln durften. Dabei bereitete Celik das 2:0 vor, Embers und Schlieter halfen dabei, dass am Ende die Null stand und Embers bilanzierte. „Wir wollen uns mit den Ausfällen nicht besonders beschäftigen. Denn es stehen immer noch elf Mann auf dem Platz und dafür arbeiten wir Tag für Tag. Klar ist es bitter, wenn immer jemand runter muss, aber wir haben einen guten Kader. Und wenn Leute wie ich, die zuletzt hinten dran waren, reinkommen, dann versuchen wir alles um Gas zu geben. Das zeichnet uns aus.“

Bruns ist stolz auf die Mannschaft

Und auch Bruns betonte schon unter der Woche, dass die Truppe durch die Ausfälle nun noch enger zusammengerückt ist. Den Beweis trat man am Freitag an, daher lobte der Ex-Profi seine Schützlinge. „Ich bin unheimlich stolz auf meine Jungs. Nach den letzten sechs oder sieben Wochen, die so unglücklich verliefen, sind wir trotzdem richtig selbstbewusst angetreten und haben Bielefeld sofort unter Druck gesetzt. Wir haben Herz gezeigt und die Mannschaft hat untermauert, dass sie sich auch von so vielen Nackenschlägen nicht unterkriegen lässt.“

Der Türöffner war dabei Oliver Petersch, der mit seinem 1:0 nach zwei Minuten den Weg frei machte für die erste Dreier-Party seit Wochen. Und er freute sich nachher: „Da habe ich nicht lange gefackelt. Wir haben es im Training geübt. Der Trainer sagte, dass wir schnell zum Abschluss kommen müssen. Und gegen die Arminia hat es gleich beim ersten Versuch geklappt und dann noch mit dem eher schwachen linken Fuß.“ Eben ein Tag, an dem mal alles passte...

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