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Das Zittern geht weiter - Nach 2:2 gegen Frankfurt wartet Endspiel in Leipzig

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Schalke: Das Zittern geht weiter - Nach 2:2 gegen Frankfurt wartet Endspiel in Leipzig
Foto: firo
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Die Schalke 04 führt früh durch Terodde, muss aber zwei Gegentreffer schlucken und bleibt auf dem Relegationsplatz. Zwei Gelbgesperrte in Leipzig.

Beim FC Schalke 04 geht das Bangen und Zittern weiter bis zum letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga, aber am Ende war es doch mal wieder ein Moment, der die Arena zum Zittern brachte.

Mit einem Tor in der 85. Minute sicherte der eingewechselte Sebastian Polter der Mannschaft von Trainer Thomas Reis im letzten Heimspiel der Saison immerhin einen Punkt. Durch das 2:2 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt macht damit im Kampf um den Klassenerhalt auf den VfB Stuttgart Boden gut. Weil aber der VfL Bochum bei Hertha BSC noch in der Nachspielzeit zum 1:1 ausgleiichen konnte, bleibt Schalke auf dem Relegationsplatz. Die frühe Führung durch Simon Terodde nach 48 Sekunden hatte Daichi Kamada (21.) nach einem schweren Patzer von S04-Torhüter Alexander Schwolow erzielt. Lucas Tuta (59.) traf zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Hessen.

Nervennahrung wird für die Schalker in den kommenden Tagen genauso unersetzlich sein wie der Tabellenrechner: Schalke (31 Punkte) hat einen Zähler weniger als Bochum, die Hertha ist durch das späte 1:1 abgestiegen. Der VfB Stuttgart (29 Punkte) kann am Sonntag beim FSV Mainz 05 (15.30 Uhr/DAZN) noch nachlegen und an Schalke vorbeiziehen. Schalke spielt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei RB Leipzig, der VfL Bochum gegen Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart gegen die TSG Hoffenheim.

Nervennahrung wird für die Schalker in den kommenden Tagen genauso unersetzlich sein wie der Tabellenrechner: Schalke ist nun zwar punktgleich mit Bochum, hat aber die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Die Hertha darf auch noch auf den Klassenerhalt hoffen, der VfB Stuttgart (29 Punkte) kann am Sonntag beim FSV Mainz 05 (15.30 Uhr/DAZN) noch nachlegen und an Schalke vorbeiziehen. Schalke spielt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei RB Leipzig, der VfL Bochum gegen Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart gegen die TSG Hoffenheim.

FC Schalke 04: Schwolow - Brunner, van den Berg, Jenz, Matriciani - Krauß (65. Latza), Kral - Karaman, Zalazar Martinez (77. Mohr), Skarke (55. Drexler) - Terodde (77. Polter)

Eintracht Frankfurt: K. Trapp - Touré, Tuta, N´Dicka - Buta (84. Dina Ebimbe), Rode (73. Lindström), Sow, Lenz (60. Knauff) - Kamada, M. Götze - Kolo Muani (84. Borré)

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt)

Tore: 1:0 Terodde (1.), 1:1 Kamada (21.), 1:2 Tuta (59.), 2:2 Polter (85.)

Gelbe Karten: Krauß (8), Terodde (5), Jenz (5) / Sow (8), Buta (2), Kolo Muani (4), Tuta (8)

Zuschauer: 61575 (ausverkauft)

Für Schalke 04 besonders bitter: Thomas Reis muss bei den Sachsen, die anschließend noch im Finale des DFB-Pokals auf Eintracht Frankfurt treffen werden, zweimal elementar umbauen. Sowohl Stürmer Simon Terodde als auch Abwehrchef Moritz Jenz sahen gegen Frankfurt von Schiedsrichter Daniel Schlager die fünfte Gelbe Karte der Saison. Was den Verlust noch ärgerlicher macht, waren die Umstände, die zu den Verwarnungen führten: Terode sah Gelb wegen Meckerns, Jenz wegen eines Wortgefechts mit Eintracht-Stürmer Randal Kolo Muani.

Blau und Weiß ein Leben lang – der Slogan bekam am Samstag in der Veltins-Arena eine besondere Bedeutung. Auf Geheiß der Ultras hatten sich alle Zuschauer mit Vorliebe für den FC Schalke 04 in Weiß gekleidet, die im Oberrang in Blau. Die Kraft, die von den Rängen ausging, sollte sich das Reis-Team schnell zunutze machen. Freistoß von Rodrigo Zalazar von links, Kopfball Terodde in der Mitte aus acht Metern Entfernung – das 1:0 nach 48 Sekunden, weil Kevin Trapp ins Leere flog. Der perfekte Auftakt für den sportlichen Überlebenskampf der Königsblauen.


„Wir haben einen Schlag abbekommen“, sagte Thomas Reis vorab mit Bezug auf das 0:6 beim FC Bayern am vergangenen Wochenende. „Jetzt gilt es, diesen erfolgreich wegzustecken.“ Der Trainer hatte vier Neue in die Startelf beordert: Für den gelbgesperrten Bülter flitzte Tim Skarke über den Flügel. Auch von Beginn an neu dabei: Simon Terodde, Henning Matriciani und Moritz Jenz. Auf der Bank fanden sich Marcin Kaminski, Danny Latza und ichael Frey wieder. Jere Uronen wegen Muskelproblemen nicht im Kader.

Die frühe Führung gab Schalke Sicherheit. Bester Mann der ersten Halbzeit war Cedric Brunner: Der Rechtsverteidiger hielt in Zweikämpfen auch Liga-Stars wie Kolo Muani (9.) oder Weltmeister Mario Götze (19.) Stand.  Umso bedauerlicher, dass er beim Ausgleich nicht eingreifen konnte: Eintracht-Verteidiger Christopher Lenz hatte Brunner an der Frankfurter Eckfahne unsanft zu Fall gebracht. Der Pfiff blieb aus, beim Gegenstoß zog Kamada aus 20 Metern flach ab – der Ball rutschte fatalerweise unter Schwolows Körper durch – 1:1. Und obwohl man im Nachhinein durchaus ein Foul gegen Brunner erkennen konnte, blieb Schlager nach Sicht der Videobilder auf eine Umkehr der Entscheidung.

Van den Berg mit glänzender Rettungstat für Schalke 04

Der Ausgleich sorgte für einen Bruch im Schalke-Spiel. Die Spieler wurden nervös, verzettelten sich in Zwistigkeiten. Bezeichnend die Gelben Karten gegen Terodde und Jenz, der vorher noch bei einem weiteren Zalazar-Freistoß beinahe das 2:0 erzielt hätte (15.). Schwolow blieb ein Unsicherheitsfaktor: Der S04-Torhüter verharrte bei einer Hereingabe von Aurelio Buta auf der Linie, Kamada kam nur mit der Fußspitze heran (40.) und verfehlte knapp. Glück gehabt, 1:1 zur Pause.

Mit Hektik und Anspannung ging es dann auch in den zweiten Durchgang, in dem Sepp van den Berg nach einer Buta-Flanke (52.) mit einer spektakulären Rettungstat vor Kolo Muani das 1:1 hielt. Nur sieben Minuten später aber dann doch der zweite Gegentreffer: Götze hatte auf der rechten Angriffsseite viel Zeit, sein Zuspiel in die Mitte drosch Lucas Tuta unter die Latte zum Frankfurt 2:1.

Schalke war nun noch mehr unter Druck, ein Punkt gegen Frankfurt hätte nach der Berliner Führung gegen Bochum gereicht, um am VfL in der Tabelle vorbeizuziehen. Die Reis-Truppe, inzwischen mit Dominick Drexler (55.) anstelle von Tim Skarke und Danny Latza für (65.) Tom Krauß, übernahm mehr die Initiative, musste bei Gegenstößen aber höllisch aufpassen. Nachdem ein Freistoß von Zalazar an der Strafraumkante übers Tor gesegelt war (66.), hatte Alex Kral mit einem abgefälschten Schuss aus 22 Metern die beste Chance auf den Ausgleich (72.). Kurz danach rettete Trapp für die Eintracht in höchster Not: Zalazar hatte im Strafraum von rechts reingepasst, Kenan Karaman hätte nur noch einschieben müssen (74.).

Reis wechselt mit Polter Schalke-Ausgleich ein

In der Schlussphase hatte Schalke 04 dann riesiges Glück, dass Schlager und der Video-Assistent das Einschreiten von Matriciani gegen Buta (76.) nicht als elfmeterwürdig einstuften. Mit Kopfbällen konnten Jenz (79.) und Latza (82.) aber Kevin Trapp nicht mehr bezwingen. Dafür aber Sebastian Polter: In der 77. Minute für Terodde gekommen, nutzte der Stürmer in der die Vorabreit von Tobias Mohr zum 2:2. Ein Punkt –Schalke 04 muss aber trotzdem weiter zittern.

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