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Elfmeter wegen Delaney-Foul?
Videobeweis steht in der Kritik

Foto: firo

Am 19. Bundesliga-Spieltag wird mal wieder über den Videobeweis diskutiert. Einen Aufreger gab es in Dortmund. Aber auch im Schalke-Spiel.

BVB-Torhüter Roman Bürki hatte die Szene gar nicht wahrgenommen, über die nach dem 5:1 (1:0)-Erfolg von Borussia Dortmund über Hannover 96 diskutiert wurde. Dortmunds Thomas Delaney war Hannovers Noah Joel Sarenren Bazee in der 35. Minute im eigenen Sechzehnmeterraum auf den Fuß gestiegen. Da stand es erst 1:0 für die Borussia, Hannover hätte durch einen Elfmeter den Ausgleich erzielen können. Doch ein Pfiff blieb aus, auch der Videoschiedsrichter griff nicht. Es war nicht die einzige Szene am 19. Bundesliga-Spieltag, die mal wieder dafür sorgte, dass über den Videobeweis diskutiert wurde. Aber der Reihe nach.

Szene eins: BVB-Profi Delaney steigt Sarenren Bazee auf den Fuß

Im Stadion nahmen nur wenig wahr, wie umstritten der Zweikampf von Thomas Delaney und Noah Joel Sarenren Bazee in der 35. Minute war. Erst in der Zeitlupe erkennt man deutlich, wie der BVB-Profi dem Hannoveraner auf den Fuß tritt, ihn so zu Fall bringt. Doch Schiedsrichter Manuel Gräfe verzichtete auf einen Pfiff, auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein.

Szene zwei: Rekik tritt Schalke-Spieler Schöpf um

Für Schalke hatte diese Szene üble Nachwirkungen. Alessandro Schöpf hat sich einen Innenbandriss zugezogen. Er fällt mehrere Wochen aus. Karim Rekik hatte ihm beim 2:2 des FC Schalke bei Hertha BSC umgetreten. Der Herthaner sah dafür aber nur die Gelbe Karte. Der Videoschiedsrichter griff nicht ein, auch wenn man für diesen Tritt auch die Rote Karte hätte zücken können. Immerhin entschuldigte sich Rekik anschließend: "Ich wollte Alessandro Schöpf auf keinen Fall verletzen. Ich war ein wenig zu weit weg und er ist zu schnell. So kam die Szene zustande.”

Szene drei: Steht Gladbach-Kapitän Lars Stindl im Abseits?

Borussia Mönchengladbach hat am Samstag 2:0 gegen den FC Augsburg gewonnen. Die Augsburger ärgerten sich dabei vor allem über den Treffer von Oscar Wendt zum 1:0 (78.). Denn: Als Wendt den Ball in Richtung Tor beförderte, stand Gladbachs Lars Stindl im Abseits. Schiedsrichter Harm Osmers stufte die Abseitsstellung allerdings als passiv ein, auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein. "Meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter eine katastrophale Fehlentscheidung getroffen. Der kennt seine eigenen Regeln nicht. So was Dilettantisches. Und der pfeift Bundesliga", schimpfte Augsburg-Trainer Manuel Baum anschließend.

Szene vier: Nürnbergs Adam Zrelak steht im Abseits - denkbar knapp

Die Freude dauerte knapp zwei Minuten, dann griff der Videoschiedsrichter ein. Eigentlich hatte Adam Zrelak in der 62. Minute die Führung für den 1. FC Nürnberg erzielt, doch Schiedsrichter Bastian Dankert nahm den vermeintlichen Treffer in Absprache mit Videoassistent Marco Fritz zurück. Zrelak, oder zumindest dessen Fußspitze, befand sich ein paar Zentimeter im Abseits. "Das war mit normalen Menschenaugen nicht zu erkennen", sagte Nürnberg-Trainer Michael Köllner, "wir bewegen uns auf einem dünnen Eis, aber anscheinend wollen wir das". (las)

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