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BVB im Test
Sprung auf die nächste Stufe

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Borussia Dortmund: Der Vizemeister im Test

Die Letzten wollen die Ersten sein – unter diesem Motto stand die Vorbereitung des BVB. Als letzter Bundesligist ist das Klopp-Team aus der Sommerpause gestartet.

Testspiele BVB – SAT.1-Helden am Ball 9:1 BVB – 1. FC Magdeburg 3:0 BVB – FC Basel 3:1 BVB – Bursaspor 4:1 BVB – FC Luzern 4:1 BVB – Borussia M’Gladbach 0:1 BVB – Hamburger SV 1:0 BVB – Würzburger Kickers 3:0

Torschützen: Ducksch (6 Tore), Reus (4), Hofmann (3), Gündogan, Mkhitaryan, Lewandowski, Aubameyang (je 2), Schieber, Subotic, Bajner, Bender, Durm (je 1) und ein Eigentor. Bilanz: 7 Siege, 1 Niederlage, 27:5 Tore.

Vorbereitung Die Mannschaft dankte Trainer Jürgen Klopp die lange Pause mit viel Einsatzbereitschaft in den Trainingslagern in Kirchberg und Bad Ragaz. In den Testspielen präsentierten sich die Schwarz-Gelben schon sehr harmonisch. Einziger Wermutstropfen: Henrikh Mkhitaryan zog sich einen Teilabriss des Syndesmosesbandes im rechten Sprunggelenk zu und verpasste das Gros der Vorbereitung.

Abwehr Roman Weidenfeller ist unumstritten und unverzichtbar. Der Routinier bewies seine Fähigkeiten zuletzt beim Supercup-Sieg und gibt den jungen Spielern in engen Spielen Halt. Die offene Stelle auf der rechten Abwehrseite hat sich Kevin Großkreutz gesichert. In U23-Spieler Erik Durm lauert ein ebenso unbekannter wie talentierter Außenverteidiger auf seine Chance bei den Profis. Neuverpflichtung Sokratis kommt derweil nur bedingt als Rechtsverteidiger infrage, da er die Rolle zu defensiv interpretiert. Dafür hat der Grieche den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung angeheizt, wo zum Start Neven Subotic und Mats Hummels gesetzt sind. Das gilt auf der linken Seite für Marcel Schmelzer, der mangels gelernter Alternativen wieder zum Dauerbrenner werden dürfte.

Mittelfeld Fünf Plätze für neun hochqualifizierte Bewerber – im Mittelfeld hat Jürgen Klopp viele Kombinationsmöglichkeiten. Auf der „Doppel-Sechs“ wird Klopp in aller Regel auf das Zusammenspiel zwischen einem kreativeren und offensiveren Spieler (Gündogan oder Sahin) und einem defensiveren Spieler (Bender oder Kehl) vertrauen. In der offensiven Dreierreihe trumpft der BVB mit Geschwindigkeit und Flexibilität auf. Marco Reus, Jakub Blaszczykowski, Pierre-Emerick Aubameyang, Henrikh Mkhitaryan und Vorbereitungsgewinner Jonas Hofmann sind durch ständige Rotation und geschicktes Verschieben in die freien Räume für die Gegenspieler nur schwer zu verteidigen.

Angriff Wenn Robert Lewandowski sein Können abruft, ist der Pole unangefochten. Kein Wunder, denn der Kader gibt zwar Alternativen her, ob die den Torjäger aber dauerhaft ersetzen können, ist fraglich. Julian Schieber wirkt vor allem im Abschluss nach wie vor zu unkonzentriert, Aubameyang wurde als zentraler Angreifer noch nicht getestet.

Auf Seite 2: Stärken, Schwächen und die RS-Prognose

Stärken Den Verantwortlichen ist es gelungen, den Kader auf die nächste Stufe zu bringen. Der BVB verfügt über mehr Möglichkeiten zur Rotation, weil der Kader zwar nicht größer, dafür aber qualitativ hochwertiger geworden ist. Unnötige Punktverlust stehen daher nicht mehr in dem Maße zu befürchten wie es sie in der Vorsaison gab. Die Zugänge konnten schnell integriert werden, so dass die Dortmunder keine Startschwierigkeiten haben werden.

Schwächen Den Dortmundern gelingt es nach wie vor hervorragend, die kleinen Schwächen einzelner Spieler durch ihre Geschlossenheit zu kompensieren. Ein Problem bleibt allerdings das Verhalten bei gegnerischen Standardsituationen und Flanken aus dem Halbfeld. In der Abwehrzentrale fehlt es dabei häufig an der richtigen Zuordnung und Konzentration, was zu gegnerischen Chancen und Toren führt. In diesem Punkt gibt es noch Luft nach oben.

Prognose Borussia Dortmund ist auch in der Saison 2013/14 die einzige Mannschaft, die über die nötige Qualität und die richtigen Mittel verfügt, um dem FC Bayern Paroli bieten zu können. In der Liga werden Konstanz und Konzentration entscheidend sein, um nicht erneut gegen vermeintlich kleine Gegner die wichtigen Punkte zu verlieren. Ein Jahr ohne Trophäe und der verstärkte Konkurrenzkampf haben den Hunger auf Erfolge noch einmal gesteigert. Jürgen Klopp kann das nur recht sein. Ein Titel ist drin – in der Liga oder im DFB-Pokal.

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