Landesliga 2

Zoff bei Hö-Nie: Sportchef schmeißt hin

Justus Heinisch
11. September 2019, 16:07 Uhr

Foto: Thorsten Lindekamp

Zoff beim Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter: Der Sportchef Georg Kreß trat am Dienstagabend zurück. Laut Informationen des Portals "fupa.net" wollte Kreß den Trainer Thomas von Kuczkowski nach dem verkorksten Saisonstart entlassen. Doch der Vorstand war gegen diese Entscheidung. 

Einen Punkt hat Hö-Nie. aus sechs Spielen geholt. Kreß habe sich so ziemlich jedes Spiel und diverse Trainingseinheiten angeschaut. Er sei beauftragt worden, einen neuen Trainer zu suchen, wie er "fupa.net" verriet: "Ich habe auch jemanden gefunden, bei dem ich davon überzeugt war, dass er das Ruder bei uns herumreißen kann." Dabei soll es sich nach Informationen von "fupa.net" um Christian Mikolajczak, ein ehemaliger Profi des FC Schalke 04, gehandelt haben. 


Kreß habe dem Vorstand den potentiellen von-Kuczkowski-Nachfolger präsentiert. Die Führungsetage wollte die Partie gegen den ASV Süchteln abwarten. Hö-Nie. verlor mit 1:2 und der Vorstand entschied sich dazu, mit von Kuczkowski weiterarbeiten zu wollen. Scheinbar auch aus finanziellen Gründen.

"Stehen voll hinter dem Trainer"

"Wir stehen als Vorstand voll hinter dem Trainer. Herr Kreß hatte da offenbar andere Vorstellungen. Doch unserer Ansicht nach ist dem Trainer nicht viel vorzuwerfen", sagte Vereinsvorsitzender Norbert Giesen. Immerhin habe von Kuczkowski auch in der Vorsaison mit der Mannschaft die Klasse gehalten, obwohl schon die damalige Sportliche Leitung (Guido Lohmann und Kato Sürün) die Entlassung empfahl. Die Folge: Beide traten zurück - wie auch Kreß, für den die Vorstands-Entscheidung überraschend kam. "Wenn ich eine solche Empfehlung ausgebe, sollte man auch auf mich hören", sagte er. 


Für Giesen stehe nun im Vordergrund, dass Ruhe in den Verein einkehrt. Von Kuczkowski selbst hält sich raus. Er sagte "fupa.net": „Das ist nicht meine Aufgabe, ich bin für die Mannschaft zuständig. Wenn man die Spiele genau analysiert, sieht man, dass wir von Punkten nicht weit entfernt sind.“ 

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren