Ex-Schalker

Wenger: Özils Abstieg "eine Schande"

11. Oktober 2020, 11:35 Uhr
Mesut Özil spielt beim FC Arsenal. Foto: dpa

Mesut Özil spielt beim FC Arsenal. Foto: dpa

Der Abstieg des früheren Fußball-Nationalspielers Mesut Özil beim englischen Topklub FC Arsenal zum Dauerreservisten ist für seinen Ex-Teammanager Arsene Wenger „eine Schande“.

In einem Interview mit der Welt am Sonntag bezeichnete die französische Trainer-Ikone die seit Monaten bestehende Zuschauerrolle des Weltmeisters von 2014 bei den Gunners als „eine Verschwendung, für ihn und für alle, die Fußball lieben. Er ist einer der ganz Großen. Leute gehen ins Stadion, um Spieler wie ihn zu sehen“.

Wie viele Beobachter kennt Wenger, der Özil 2013 vom spanischen Rekordmeister Real Madrid zu Arsenal geholt hatte, die Hintergründe für die Situation des gebürtigen Gelsenkircheners auf der Insel nach eigenen Angaben nicht. „Er ist vom Radar verschwunden, als ich den Klub verlassen habe. Er ist ein Künstler. Aber für Künstler ist kein Platz mehr im modernen Fußball. Die wahren Gründe, wieso er nicht da steht, wo er stehen müsste, sind mir ein Rätsel.“

Özil war kürzlich von Arsenals Teammanager Mikel Arteta nicht für den Europa-League-Kader der Engländer nominiert worden. Seit Monaten hat der 31-Jährige bei Arteta sportlich - trotz eines persönlich guten Verhältnisses - einen schweren Stand. Seinen bislang letzten Einsatz für Arsenal bestritt der 92-malige Nationalspieler Anfang März noch vor der Corona-Unterbrechung.

Seit Ende Juni stand Özil auch nicht mehr im Aufgebot. Der Vertrag des früheren Schalker und Bremer Bundesliga-Spielers läuft am Saisonende aus. Die Vereinsführung will den Spitzenverdiener der Mannschaft - Özil kassiert 350.000 Pfund pro Woche - schon seit geraumer Zeit abgeben, allerdings scheiterten diese Bemühungen bislang an Özils Ablehnung eines vorzeitigen Vereinswechsels.

Ein Aspekt für die negative Entwicklung von Özils Laufbahn könnte aus Sicht von Wenger, der 2018 nach 22 Jahren beim Londoner Spitzenklub seinen Platz geräumt hatte, der Rücktritt des Mittelfeldregisseurs aus der deutschen Nationalelf nach der Debatte um sein Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Vorfeld der WM 2018 in Russland gewesen sein: „Ich habe es noch nie gemocht, wenn Spieler bei der Nationalelf hingeschmissen haben. Irgendetwas geht und stirbt dann in ihnen. Nachdem die Tür zu war, habe ich nur Spieler gesehen, bei denen es abwärts ging. Bei keinem ging es danach aufwärts. Ich mag seine Entscheidung nicht. Ich denke, sie war ein Fehler.“ SID

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12.10.2020 - 09:37 - elfmeterkiller

Ist doch klar, dass der Abzocker den Vertrag aussitzt. Für 350.000 Pfund in der WOCHE. Unglaublich für so eine Wurst.
Auf dem Foto sieht er allerdings aus als hätte er kein Geld um sich etwas zum Essen zu kaufen.
Seit dem Erdogan Eklat ist der glaube ich nicht nur hier in Deutschland in Ungnade gefallen aus der er sich nicht mehr befreien kann.

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12.10.2020 - 09:24 - westkurver

Alles nur clickbaiting. Wen interessiert der Spinner denn noch?

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11.10.2020 - 22:59 - das ailton

für özil wäre es nur eine Katastrophe wenn er seine vorbestellte ps5 nicht am auslieferungstag bekommen würde.
kann ja auf esports umschulen

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11.10.2020 - 20:38 - hoelwil

Aber der Weltmeistertitel hat das Geld gebracht. Özil wusste mit der Türkei wird er nichts gewinnen.Heute ist er der Laufschwächste (Training und Spiel) im Arsenal Kader und der der die geringste Anzahl an Zweikämpfen annimmt. Das lässt ein spanischer Trainer nicht durchgehen und daher ist die Tribüne leistungsgerecht. Und Özil sitzt das Ding eiskalt aus.Die Frage nach seinem Charakter wirft sicher nicht erst seit heute Fragen auf.

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11.10.2020 - 16:12 - Außenverteidiger

Leider hat er die falsche Nationalmannschaft gewählt. Habe nie verstanden, warum er für das schöne Deutschland und nicht die schöne Türkei auflief. Beide Länder haben ihre Vorteile und das Herz sollte entscheiden. Persönlich sehe ich Özil als Türken. Leider werden die Spieler im Jugendbereich unter Druck gesetzt und sie dürfen nicht für die echte Heimat spielen. Er hat auch nie unsere Hymne gesungen, denke die türkische hingegen schon. Der Stolz ist mehr wert, als ein Weltmeistertitel.

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11.10.2020 - 14:24 - KB1904

Er kann ja jetzt mal "seinen" Präsidenten fragen was er machen sollte.

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11.10.2020 - 14:15 - Ruhrperle

@ revierlöwe10 , Özil " unsichtbare 8 " , köstlich, sehr gut erkannt... hab selten so geschmunzelt !
Aber Jogi hat´s drauf , bei ihm spielen mehrere "unsichtbare ".... oder sucht Löw "Den(r) Dritten Mann" ?

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11.10.2020 - 12:05 - revierloewe10

Tja, wäre Özil nicht aus der Nationalelf zurück getreten, so würde er zumindest noch als unsichtbare 8 bei Jogi spielen....... Aber so kann er noch nicht einmal bei Jogi spielen, wo doch sonst alle Bankdrücker zum Einsatz kommen :-)

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