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Wattenscheid 09: JHV verschoben - Unklarheit wegen Zuschauer-Situation

Dominik Hamers
13. Oktober 2020, 14:35 Uhr
Zuschauer auf der Tribüne des Lohrheidestadions in Wattenscheid. Symbolbild: Thorsten Tillmann

Zuschauer auf der Tribüne des Lohrheidestadions in Wattenscheid. Symbolbild: Thorsten Tillmann

Fußball-Oberligist SG Wattenscheid 09 hat die für Oktober vorgesehene Jahreshauptversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Nachholtermin ist ebenso unklar wie die Zuschauer-Situation im Heimspiel gegen den SC Paderborn II am Sonntag.

Gern hätten die Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten SG Wattenscheid 09 den Mitgliedern des Traditionsvereins einen Blick auf dieses sowie das kommende Jahr ermöglicht. So heißt es jedenfalls in einer Mitteilung des Klubs. Doch weil bei einer digitalen Jahreshauptversammlung Unsicherheit über die Rechtmäßigkeit bei Abstimmungen herrscht und steigende Corona-Infektionszahlen im Ruhrgebiet und in Bochum eine gewöhnliche JHV unmöglich machen, verschoben die Wattenscheider den bis Ende Oktober vorgesehenen Termin auf unbestimmte Zeit.

Das konnte noch rechtzeitig erledigt werden, mit Blick auf das Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Zweitligisten SC Paderborn 07 am Sonntag (15 Uhr) wird in Wattenscheid wohl kurzfristiges Handeln gefragt sein. Ob für die Partie Zuschauer zugelassen werden, ist derzeit noch fraglich.

Zuletzt reger Zulauf bei den Heimspielen

Grundsätzlich hat der ehemalige Bundesligist die Genehmigung, bis zu 950 Zuschauer ins Lohrheidestadion zu lassen. Zuletzt hatten gegen den FC Eintracht Rheine mehr als 600, beim Heimspiel gegen Westfalia Herne unter der Woche mehr als 700 Personen zugesehen. Im Vergleich zu den Zahlen bei Regionalliga-Spielen - dort hatte sich der Wert bei rund 300 Fans eingependelt - ordentlich. „Gemessen an den Umständen sind wir mit diesen Zahlen sehr zufrieden“, betont Sportvorstand Christian Pozo y Tamayo. Wie es gegen die Ostwestfalen aussehen wird, kann er noch nicht sagen: „Das steht völlig in den Sternen.“

Am vergangenen Freitag überschritt die für das Ergreifen von Sicherheitsmaßnahmen maßgebliche 7-Tage-Inzidenz den kritischen Wert von 35 (Infizierten pro 100.000 Einwohner). Dem Zweitligisten VfL Bochum etwa droht dann eine Zuschauergrenze von maximal 300. „Wir gehen davon aus, dass wir kurzfristig eine Entscheidung mitgeteilt bekommen“, erklärt Pozo y Tamayo. Gleichzeitig bestätigt er: „Der Vorverkauf für das Spiel läuft bisher ganz normal.“

Für den Fall, dass keine oder deutlich weniger Zuschauer zugelassen sein werden, wolle der Klub selbstverständlich eine Entschädigung leisten: „Wir bieten denen, die sich eine Karte gekauft haben, an, dass sie das Geld zurückbekommen.“

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Kommentieren

15.10.2020 - 17:25 - lapofgods

In Essen und meines Wissens auch (zumindest aktuell) in Oberhausen läuft kein Kartevorverkauf. Aber woher soll der Umvolker das wissen?

15.10.2020 - 07:28 - cash23

Mimimimimim ich zahle auch für ne dauerkarte und essen trinken kann ich mir trotzdem noch leisten

14.10.2020 - 13:37 - DEE DEE EMM

Na da hat ja mal wieder jemand die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dann sag uns noch schnell die Lottozahlen vom kommenden Wochenende.

14.10.2020 - 09:27 - mazeppa

Komisch, der Vorverkauf läuft überall, ob in Wattenscheid, Essen oder Oberhausen - trotz "Corona", was dort überhaupt kein Hindernisgrund ist. Wenn dann die Spiele, soweit sie überhaupt stattfinden, keine Zuschauer haben dürfen, dann wird wieder die Mitleidsmasche ausgepackt und die Zahler sollen auf die Erstattung verzichten.
Bei Dauerkartenerwerbern ist es noch mehr Eselei, weil ein Saisonabbruch immer wahrscheinlicher wird. Dann ist das Geld generell weg.
Dem Volk scheint es immer noch zu gut zu gehen, dass man Fußballvereine unterstützt, von denen es einige bald gar nicht mehr gehen dürfte.