Der Uruguayer Carlos Grossmüller wechselte im Jahr 2007 für 3,5 MIllionen Euro zum FC Schalke 04, setzte sich jedoch nie durch. Mittlerweile ist er 37 Jahre alt und spielt immer noch Erstliga-Fußball. 

Bundesliga

Was macht eigentlich... Schalkes Ex-Millionenflop Carlos Grossmüller?

Tizian Canizales
18. Mai 2020, 10:00 Uhr
Carlos Grossmüller (Mitte) wird bei einem Spiel des Bundesligisten FC Schalke 04 ausgewechselt. Foto: firo

Carlos Grossmüller (Mitte) wird bei einem Spiel des Bundesligisten FC Schalke 04 ausgewechselt. Foto: firo

Der Uruguayer Carlos Grossmüller wechselte im Jahr 2007 für 3,5 MIllionen Euro zum FC Schalke 04, setzte sich jedoch nie durch. Mittlerweile ist er 37 Jahre alt und spielt immer noch Erstliga-Fußball. 

Carlos Grossmüller ist wieder in seiner Heimat angekommen. Mit 37 Jahren spielt er aktuell für den uruguayischen Erstligisten Danubio FC. Der liegt nach gerade einmal drei ausgetragenen Spielen auf dem vorletzten Rang, Grossmüller selbst kam zweimal zum Einsatz. Wie die paraguayische erste Liga, in der Nelson Valdez für den Club Cerro Porteño spielt, wird auch die uruguayische Liga im Apertura/Clausaura-Modus ausgtragen. Der ist nun gerade wieder angelaufen. Aktuell pausiert die Liga jedoch wegen der Coronakrise. 

Seit 2017 steht Grossmüller bereits wieder bei seinem Jugendklub Danubio unter Vertrag. Seitdem machte der zentrale Mittelfeldspieler 102 Spiele für seinen Herzensverein und traf dabei 23 Mal. Dabei lief er unter anderem auch in der "Copa Sudamericana" auf, welche ein kontinentales Turnier ist und in ihrem Stellenwert der Europa League entspricht. Gewinnen konnte er sie jedoch nie. 

Als uruguayischer Meister nach Gelsenkirchen

Dafür krönte sich Grossmüller bereits zweimal zum uruguayischen Meister. In der Saison 2012/13 gewann der heute 37-Jährige die Liga mit dem Topklub CA Peñarol, in der Saison 2006/07 mit seinem heutigen Arbeitgeber Danubio FC, für den er bis dahin fast ausschließlich gespielt hatte. Mit diesem Meistertitel im Gepäck machte sich Grossmüller dann jedoch auf den Weg nach Europa - genauer gesagt zum FC Schalke 04

Würgeangriff auf Michael Thurk

Dort hinterließ der 3,5-Millionen-Mann zumindest auf dem Platz allerdings keinen nachhaltigen Eindruck. Er spielte lediglich 22 Mal in der ersten Mannschaft, erzielte dabei ein mageres Törchen. 


Vielmehr dürfte den Fans der Königsblauen Grossmüllers Würgeattacke auf Eintracht-Frankfurt-Stürmer Michael Thurk in Erinnerung bleiben. In dem Bundesligaduell zwischen Schalke und Frankfurt schlug Thurk nach 85 Minuten einen Ball weg und regte Grossmüller damit auf. Der stürmte von der Bank aus aufs Feld und würgte den Angreifer. Im Nachgang sah der Uruguayer dafür Rot, wurde für fünf Spiele gesperrt und musste eine Strafe von 10.000 Euro berappen. 

Das Kapitel Schalke ging 2010 dann auch wieder zu Ende und Grossmüller wechselte zum italienischen Erstligisten US Lecce. Nachdem die jedoch in die zweite Liga abstiegen, wurde der Vertrag des Uruguayers einvernehmlich aufgelöst und Carlos Grossmüller zog es zurück in die Heimat zum Topklub CA Peñarol. Über weitere Stationen in Uruguay, Peru und Norwegen landete er im Jahr 2017 schließlich wieder bei Danubio FC. 

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18.05.2020 - 20:20 - vomFlankengott

@ easybyter

Reviersport schreibt wörtlich "Schalkes Ex-Millionenflop." Das wertet den Menschen Carlos Grossmüller nicht ab.

Das beschreibt lediglich zutreffend das ökonomisch betrachtet dicke Minusgechäft aus Schalker Perspektive. Eines von so vielen. Weswegen jetzt die Verantwortlichen anfangen wollen über die "Ausgliederung" zu debattieren. Ohne Moos in der Kasse halt nix mehr los. Daher jetzt der Geistesblitz mit der Ausgliederung, nach der 0:4 Niederlage bei Lüdenscheid-Nord.

GLÜCKAUF

18.05.2020 - 13:38 - easybyter

Ich bitte darum, Menschen nicht als Flop zu bezeichnen. Das ist Menschenverachtend!!