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TV Jahn Hiesfeld: „Veilchen“ chancenlos in Hilden - Vorletzter!

Oliver Stolz
04. Oktober 2020, 18:05 Uhr
TV-Jahn-Hiesfeld-Trainer Marcus Behnert beobachtet das Spiel seiner Mannschaft. Foto: Oliver Mengedoht

TV-Jahn-Hiesfeld-Trainer Marcus Behnert beobachtet das Spiel seiner Mannschaft. Foto: Oliver Mengedoht

Das war der berühmte Satz mit X. Auch im vierten Spiel in Folge ging der TV Jahn Hiesfeld als Verlierer vom Platz und musste am 6. Spieltag der Oberliga Niederrhein beim VfB Hilden vor 150 Zuschauern an der Hoffeldstraße eine schmerzhafte 0:4 (0:2)-Niederlage hinnehmen.

Dabei war die Messe für den TV Jahn Hiesfeld schon nach zwölf Minuten gelesen. Zu dem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits mit 2:0. „Veilchen“-Trainer Marcus Behnert wirkte frustriert. „Wir haben so viel Zeit im Vorfeld auf die Partie investiert und über Abläufe gesprochen. Schon die ersten zehn Minuten waren völlig indiskutabel“, schüttelte Behnert den Kopf. 


„Das war absolut kein Oberliga-Niveau, was wir an den Tag gelegt haben. Keiner hat sich für Mittwoch aufgedrängt“, watschte der Trainer auch seine zweite Reihe direkt mit ab. Wie die Kehrtwende in drei Tagen zuhause gegen Union Nettetal (Mittwoch, 19:30 Uhr, Kunstrasenplatz, Dorfstraße, Dinslaken) gelingen soll, konnte der 37-Jährige noch nicht beantworten. „Es ist schwer, unmittelbar nach der Niederlage die richtigen Worte zu finden“, fand Behnert.

Doppeltorschütze Weber freut sich auf Düsseldorf-West

Anders war die Stimmung in Reihen des VfB Hilden. Sechs Punkte aus den ersten drei Spielen und eine Mannschaftsleistung, die sich sehen lassen konnte. Pascal Weber war mit seinen zwei Treffern maßgeblich am Erfolg beteiligt und blieb dennoch bescheiden: „Klar, das hört sich gut an. Wir haben am Freitag nach unserer Quarantäne nur einmal trainieren können und sind somit sehr zufrieden. Zumal wir sehr dosiert gespielt haben“, freute sich der Stürmer über den Sieg und den damit verbundenen Sprung in der Tabelle. „Wir haben clever unsere Kräfte eingeteilt, wobei wir direkt von Beginn an mit schweren Beinen ins Spiel gegangen sind“, erläuterte Weber, der von allen im Verein nur „Calli“ genannt wird. 


Mit Blick auf die Englische Woche freut sich der 30-Jährige auf das Duell beim SC Düsseldorf-West. „Die trainiert unser alter Trainer und Freund Marcel Bastians. Klar wollen wir dem den Sieg vermiesen“, verriet Weber mit einem zwinkernden Auge. Beim VfB wird das Wir-Gefühl ähnlich groß geschrieben wie an der Schorlemerstraße in Oberkassel. „Wir möchten auch dieses Spiel gewinnen, wenngleich West einen guten Start hingelegt hat“, weiß der Mittelstürmer, dass es kein Spaziergang wird.

Die Sorgen sind bei Jahn Hiesfeld ganz andere. Eine Truppe, die von den Namen her eine Menge an Oberliga-Format aufzuweisen hat, sollte so schnell wie möglich die Kurve kriegen, um nicht frühzeitig ganz tief im Abstiegsschlamassel festzustecken.

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06.10.2020 - 11:59 - Obasi1987

Das ist natürlich ganz clever seine Spieler so darzustellen. Wenn man sich den Kader anguckt muss man sagen das die „alten“ Spieler schon ein gewisses Alter erreicht haben und da evtl. Die Kraft fehlt um in der Oberliga mitzuhalten.
Und die neuen Spieler davon hat keiner Oberliga Qualität und auch das Trainerteam hat in der Oberliga nichts zu suchen