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TV Jahn Hiesfeld: Behnert ist alles andere als zufrieden

Stefan Loyda
02. Januar 2021, 09:00 Uhr
Marcus Behnert, Trainer des TV Jahn Hiesfeld. Foto: Thorsten Tillmann

Marcus Behnert, Trainer des TV Jahn Hiesfeld. Foto: Thorsten Tillmann

Bei seinem Oberliga-Comeback kam der TV Jahn Hiesfeld in den ersten neun Spielen noch nicht über Platz 21 hinaus. Das soll sich in der Rückrunde ändern. Wir haben mit Trainer Marcus Behnert über die Hinrunde und die Zukunft gesprochen.

Marcus Behnert, die Saison wurde erneut unterbrochen. Wie lautet Ihr Fazit für die Hinrunde?
Wir haben zwar das Auftaktspiel gewonnen, aber ansonsten muss man sagen, dass wir alles andere als einen guten Start erwischt haben. Die erste Coronapause tat uns nicht gut. Wir waren auf keinem guten Fitnesslevel, was wir benötigen, um in der Oberliga erfolgreich zu sein. Dann kam auch das Verletzungspech hinzu. Wir sind natürlich mit den ersten neun Spielen alles andere als zufrieden.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Zunächst hoffen wir, so schnell wie möglich auf den Platz zu kommen und wenn es erst einmal nur Training ist. Die Jungs lechzen danach. Es ist eine schwierige Zeit, gerade für junge Leute. Die wollen die Welt erobern. Die wollen raus, feiern, Mädels kennenlernen, wie auch immer. Das ist gerade extrem schwierig. Da wäre der Fußball eine gute Ablenkung. Wir müssen uns gedulden und wenn die Saison weitergeht, müssen wir besser vorbereitet sein. Wir wollen einfach unser vorhandenes Potenzial abrufen, dann sind wir auch besser.

Wie soll die Saison beendet werden?
Ich denke auch, dass es normal leider nicht mehr möglich sein wird. Ich würde es favorisieren, wie es in Südbaden gemacht wird. Da wird die Hinrunde zu Ende gespielt. Dann wird die Liga in eine Auf- und Abstiegsgruppe geteilt, in der jeweils nochmal jeder gegen jeden spielt. So würde man zwölf Spiele einsparen. Ob das möglich ist, weiß man nicht. Aber es wäre fairer, wenn man schon vorhat, sechs Mannschaften absteigen zu lassen. Der Verband hat deutlich gesagt, dass er die Saison nicht verlängern wird. Aber ich fände gut, wenn der Verband nicht versucht, mit aller Gewalt eine Wertung durchzuziehen.

Wie erleben Sie diese unfreiwillige lange Fußballpause?
Die Jungs arbeiten viel in Eigenverantwortung und haben auch ab und zu immer wieder ein Videotraining gemacht. Das war ein Workout, bei dem man sich auch mal gesehen hat. Am Ende gibt es Trainingspläne, die absolviert werden müssen. Wir achten streng darauf, aber ich merke, dass es mit zunehmender Zeit schwieriger wird.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist. Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?
Ich würde erst einmal behaupten, dass sich aus Spieler- und Trainersicht etwas angestaut hat. Ich glaube, die Vorfreude ist extrem und alle haben unglaublich viel Bock, Fußball zu erleben. Was in Sachen Zuschauerzahlen und drumherum passiert, kann ich nicht einschätzen. Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass schon nach dem ersten Lockdown selbst bei Testspielen wieder mehr Menschen vor Ort waren. Das ist die Hoffnung.

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