S04

Schalkes Fährmann hat Mitleid mit Rudy

Julian Tilders
11. Februar 2019, 07:32 Uhr

Foto: firo

Kapitän und Torwart Ralf Fährmann lobte Youngster Ahmed Kutucu nach dem Bayern-Spiel und zeigte Mitgefühl für Sebastian Rudy, der früh das Feld verlassen musste.

„Natürlich tut es mir leid für ihn. Vor allem, weil er auch hier (Anm. d. Red.: in München) gespielt hat. Er hätte gerne ein anderes Gesicht gezeigt“, sagte Fährmann gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung („WAZ“) nach dem Spiel gegen Bayern München, das der FC Schalke 04 mit 1:3 (1:2) verdient verloren hatte. 


Sebastian Rudy hatte die Höchststrafe für einen Fußballprofi zu schlucken: Nach nur 33 gespielten Minuten musste der 16-Millionen-Euro-Transfer in die Katakomben der Münchner Allianz-Arena entschwinden. Bis dahin hatte er eine Ausbeute von 20 Ballkontakten und drei Fehlpässen vorzuweisen. Eine Verletzung Rudys war nicht zu erkennen – Trainer Domenico Tedesco nahm ihn dennoch vom Spielfeld. Rudy war einfach nicht im Spiel drin.

Schalkes Kutucu "hat diese Unbekümmertheit"

Lob hatte Fährmann indes für einen der jungen Offensiv-Hoffnungsträger im Gelsenkirchener Kader übrig. Wie schon beim Viertelfinal-Einzug der „Königsblauen“ am Mittwochabend (06.02.2019) gegen Fortuna Düsseldorf (4:1) konnte sich Ahmed Kutucu gegen Bayern als Torschütze in die Spielstatistik einbringen.

„Ahmed tut uns sehr gut. Er hat diese Unbekümmertheit, diese Frische. Es freut mich für ihn, dass er wieder ein Tor gemacht hat“, attestierte Fährmann, der ebenfalls wie Kutucu in der Schalker „Knappenschmiede“ geformt wurde,  gegenüber der "WAZ" dem 18-jährigen Kutucu großes Potential. Potential im Sinne von Frische, die Schalke hinsichtlich der – mit Ausnahme des Sieges im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Fortuna Düsseldorf – stotternden Offensiv-Maschinerie dringend benötigt.

Die nächste Chance für Schalke, einen ersten Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld zu machen, bietet sich am kommenden Samstag (16.02.2019) gegen den SC Freiburg.

(jt)

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Kommentieren

12.02.2019 - 08:47 - Blumenthal

Es tut ihm Leid, dass es so mit Rudy gelaufen ist? Betreibt Ralf Fährmann irgendwann auch mal Selbstreflexion?! Vielleicht wäre Rudy nicht ausgewechselt worden, wenn der Torhüter es mal versucht hätte ihm und nicht nur ihm, den Ball in den Fuss zu spielen und somit Beitrag zu einem ordentlichen Aufbauspiel zu leisten. Allein in den ersten 7 Minuten des Spieles drosch unser Torwart seinen Abschlag fünf Mal in die Füße des Gegners oder ins Nirgendwo. Ralf hätte sich bei ihm dafür entschuldigen sollen. Es graut mir schon vor dem Freiburg Spiel.

11.02.2019 - 19:48 - Enzo1904

Ich finde da auch nichts peinlch dran! Vielleicht sollte sich der Spieler mal Gedanken über seine Einsatzbereitschaft für seinen Arbeitgeber machen. Natürlich hätte man iim Vorfeld überlegen können etwas mehr Agressivität ins Mittelfeld zu bekommen und Omar Mascarell von Anfang an zu bringen.
Trotzdem bleibe ich dabei : warum nicht mal Vollgas mit Kampf und Leidenschaft auf den Platz bringen?
Und damit meine ich Sebastian Rudy, denn DAS kann auch eine Nationalspieler!!!!
Glück Auf !

11.02.2019 - 18:49 - easybyter

Was ist daran peinlich, wenn der Trainer einen Spieler auswechselt, der absolut nicht ins Spiel findet? Soll er warten bis man hoffnungslos zurück liegt? Seltsam ist doch, dass dieser unerfahrene und völlig überforderte Trainer mit Schalke Vizemeister geworden ist. Ich freue mich, dass die Verantwortlichen auf Schalke da die Ruhe bewahren und nicht diesem billigen Rezept folgen: Wenn es nicht läuft, muss der Trainer weg. Schalke steht keinesweg im Abstiegstkampf. Es sind zu Platz 9 8 Punkte und zu Platz 16 7 Punkte. Wer da von Abstiegskampf redet, ist sicherlich Optimist und Kenner.

11.02.2019 - 14:10 - Schalker1965

Peinlich, einfach nur noch peinlich wie DT einzelne Spieler verbrennt! So was macht man einfach nicht! Nicht nur Rudy war schlecht, DT hätte 5 bis 6 Spieler nach 30 Minuten vom Platz holen müssen. Wenn DT sich schon auf Rudy festlegt, hätte er ihn auch zur Pause rausnehmen können. Der Führungsstil dieses unerfahrenen und völlig überforderten Trainers ist nicht mehr zu ertragen. Das kann sich keine Mannschaft im Abstiegskampf leisten. Da werden alle Kräfte benötigt, zumal diverse Spieler wegen Verletzungen langfristig nicht zur Verfügung stehen. CT, bitte greifen Sie endlich ein!!!

11.02.2019 - 10:36 - easybyter

Hauptsache ne schnoddrige Formulierung, die den Spieler nieder macht. Der Wahrheitsgehalt ist ja heutzutage zweitrangig. Wichtig ist der Effekt.

11.02.2019 - 08:52 - Linksaussen

Nach nur 33 gespielten Minuten musste der 16-Millionen-Euro-Transfer in die Katakomben der Schalker Veltins-Arena entschwinden.
Bullshit!
Das Spiel fand in München statt!!!

11.02.2019 - 08:23 - Gutenachtkuss

Ich schließe mich an...allerdings habe ich mittlerweile Mitleid mit beiden!