DFB-Pokal

Schalke: Fährmann und Schöpf retten Zweitrunden-Einzug

Justus Heinisch
03. November 2020, 18:20 Uhr
Ralf Fährmann hielt einen Elfmeter. Foto: dpa

Ralf Fährmann hielt einen Elfmeter. Foto: dpa

Schalke 04 traf am Dienstagnachmittag im DFB-Pokal auf den Regionalligisten 1. FC Schweinfurt. Die Knappen zogen in die nächste Runde ein, mussten sich beim 4:1 (2:1)-Sieg aber ganz schön strecken. Die Brennpunkte.

Ausgangslage: Ein Dienstagnachmittag im November ist nicht gerade der klassische Termin für ein Erstrundenspiel im DFB-Pokal. Der Grund für den ungewöhnlichen Zeiptunkt war ein Streit zwischen Türkgücü München und dem Bayerischen Fußball-Verband, der bis vor die Gerichte ging. Im Vergleich zur zurückliegenden Bundesliga-Partie gegen den VfB Stuttgart (1:1) stellte Manuel Baum auf acht Positionen um. Lediglich Malick Thiaw, Kilian Ludewig und Matija Nastasic blieben in der Startelf des FC Schalke 04. Unter anderem stand Ralf Fährmann im Tor.

Forsche Gäste: Und der bekam von Beginn an viel zu tun. Der 1. FC Schweinfurt machte direkt nach dem Anpfiff Druck und versuchte, die nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Knappen zu attackieren. Vieles lief über die linke Seite, Schalke hatte Probleme.

Schweinfurt schockt S04: Dann folgte, was irgendwie folgen musste: Underdog Schweinfurt ging in Führung (37.). Martin Thomann bekam einen punktgenauen Pass aus dem Mittelfeld. Anschließend dribbelte er in den Sechzehnmeterraum und schob den Ball an Fährmann vorbei.

Schalke reagiert: Königsblau zeigte allerdings eine Reaktion. Nur wenige Minuten nach dem Rückstand tauchte Vedad Ibisevic frei vor Gäste-Torwart Luis Zwick auf. Das ließ sich der Routinier nicht nehmen - der direkte Ausgleich (39.). Kurz vor der Pause folgte die Schalker Führung. Zunächst scheiterte Steven Skrzybski an der Latte. Der Abpraller kam zu Alessandro Schöpf, der nur noch einschieben musste (44.).

Fährmann rettet die Führung: Schweinfurt presste im zweiten Durchgang wieder mit mehr Nachdruck. Dann foulte Salif Sané Adam Jabiri im Strafraum. Der Underdog bekam einen Elfmeter zugesprochen. Amar Suljic hatte also die Riesenchance auf den Ausgleich - und vergab. Denn Fährmann ahnte die Ecke, parierte und wurde so zum Matchwinner. Schöpf (81.) und Benito Raman (86.) bauten die Führung weiter aus.

Ausblick: Nach 22 sieglosen Bundesliga-Partien in Folge gelang Schalke 04 immerhin mal wieder ein Pflichtspiel-Sieg. Fakt ist: Lange wird sich Schalke 04 nicht ausruhen können. Bereits am Samstag steigt die immens wichtige Begegnung gegen den ebenfalls noch sieglosen 1. FSV Mainz 05 (15:30 Uhr).


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04.11.2020 - 20:50 - soso

Mainz ist nicht 4. Liga !

Und Ralle muß ins Tor - für immer. Denn der Röno muß noch ganz viel lernen.
Er ist auch kein Nübel-Ersatz !

Sane ? Naja, dass der 90 Min. kicken durfte hat er dem lieben Gott zu verdanken.
Bringt schwache Leistungen und is dann noch am Durchdrehen - geht gar nicht.

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04.11.2020 - 19:55 - Juan1

Hallo!
@goli60
Gebe dir recht. Vorallem Sane sollte der Trainer nicht aufstellen, Gegen Stuttgart kostete er uns mit seinem Handspiel den Sieg.
Und jetzt beinahe wieder das gleiche, Und dann riskiert er noch eine Rote, weil er sich nicht im Zaum hat.Ein Heißläufer- Ich würde ihn am Samstag durch Kabak ersetzen.
Und der 1er Tormann ist Rönnow.
Glück auf

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04.11.2020 - 11:03 - goli60

Fährmann rettet Schalke. Da wird wieder ein Torwart "Fass" aufgemacht. Der Spielaufbau fängt beim Torwart an, und da hat Fährmann in den letzten Jahren nicht viel dazugelernt. Der Rönnow war stark, und der hat mein Vertrauen. Auch die Verteidiger sollten doch wenigstens Ahnung davon haben wie ich mich bei eigenem Ballbesitz in der Defensive verhalte. Ich werde verrückt wenn Sane den Ball quer spielt. Ocipka sollte sich das mal ein wenig von draussen anschauen. Da ist nicht viel los. Die Körpersprache sagt alles bei ihm. Im gesamten Spiel fehlen mir Automatismen. Da spielt man entweder den Ball sofort, natürlich nach hinten, oder schnappt sich die Pocke und will gegen alle spielen. Als Schalker muss ich leider sagen das die Qualität der Spieler wohl nicht reicht. Fussball bedarf auch einer gewissen Spielintelligenz, die spreche ich manchen Spieler ab.

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04.11.2020 - 10:18 - E.W.

Unabhängig vom Spielerischen ... war ja Pokalspiel.
Auffällig war: Der athletische Vorsprung fehlt !
Voll-Profi-Spieler müssen heutzutage voll durchtrainierte Kraftpakete sein.
Siehe die Spieler vom FCB, alles vorzeigbare super Modell-Athleten dort.
zum Beispiel Thomas Müller's Comeback : reines Krafttraining!
Ein totales Muskelpaket ist aus T Müller während Corona-Pause geworden.
Bei S04 kein einziger Spieler erscheint muskulös durchtrainiert.

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04.11.2020 - 09:16 - easybyter

Ein Klassenunterschied war so lange nicht zu sehen, wie Schweinfurt das sehr aufwändige Pressing durchhalten konnte und Schalke nicht energisch genug dagegen vorging. Dazu kam, dass der Schiedsrichter üble taktische Fouls nicht mit Gelb ahndete. Dann jedoch war Schalke am Drücker und hatte durchaus Möglichkeiten, das Spiel höher zu gewinnen und Schweinfurt hatte bis auf den Elfmeter keine zwingende Chance mehr. Man kann kaum von Ebenbürtigkeit sprechen, wenn man 4:1 untergeht. Es ist doch oft so, dass der vermeintliche Underdog über sich hinaus wächst und alles reinhaut, nur reichte es bei Schweinfurt nicht füt 90 Minuten. Jetzt gilt es, die positiven Dinge aus diesem Spiel nach Mainz mitzunehmen und dort von Beginn an dagegen zu halten. Es muss doch möglich sein, ein Rezept gegen das jetzt von allen Gegnern praktizierte Pressing zu finden. Vor allem darf man die Bälle dabei nicht so leicht herschenken, sondern muss energisch dagegen halten. Die meisten Mannschaften halten das auch nicht 90 Minuten durch.

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04.11.2020 - 00:16 - Alles für Schalke

4:1 ist ein hoher Sieg, das kann man auch mal so stehen lassen. Man muss nicht immer alles schlecht reden.

Ansonsten freue ich mich total für unseren Ralle! Der könnte als zurück gekehrter verlorener Sohn und Stehaufmännchen für das neue Schalke stehen!

Glückauf!

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03.11.2020 - 20:51 - Bayerischschalke

Sehe ich genauso. Ich hoffe, der Sieg und die 4 Tore, geben etwas mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein, auch wenn der Gegner in der 4. Liga spielt.
Sollte sich allerdings nichts grundlegend ändern und die Mannschaft spielt weiter so, wie in den letzten Wochen und auch heute, werden in der Liga nicht mehr allzuviele Punkte dazukommen. Dann wird es mehr als schwierig die Klasse zu erhalten.
Und ganz ehrlich, viel Vertrauen hab ich da nicht mehr.

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03.11.2020 - 18:57 - Gemare

Der Komentator hatte schon Recht!Ein Klassenunterschied war lange nicht zu sehen!Die Angst zu scheitern war bei Schalke spürbar,und hat lange alle Spieler beherrscht.
Mal sehen ob es eine Wendung gibt wenn es gegen Mainz auch klappen sollte.

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